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Redaktion fällt auf Fake-Account rein

'Heute' lässt Placido Domingo sterben

Diese Story hatte die U-Bahn-Zeitung "Heute" tatsächlich weltexklusiv: Die Redaktion berichtete online in großer Aufmachung vom Tod des Opern-Stars Placido Domingo. Allerdings: Domingo lebt.

Die Nachricht von seinem Tod ist stark übertrieben, würde Mark Twain über die Schlagzeile der Gratiszeitung "Heute" sagen: Die Redaktion hat einen einzigen Twitter-Account namens @RoscicWien, der auf Staatsoperndirektor Bogdan Roscic verweist,  als Quelle für das "Ableben" von Placido Domingo (79) verwendet und sofort über dessen Tod berichtet. Offenbar war bei "Heute" auch niemand verblüfft darüber, dass etwa weder CNN noch die spanische Tageszeitung "El Mundo" oder eine der großen Nachrichtenagenturen wie Reuters, AP oder AFP diese traurige Nachricht auf ihren Webseiten brachten.

© Screenshot heute.at
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Staatsoperndirektor Roscic dazu: "Bei dem zitierten Account handelt es sich um einen Fake Account, der weder mit mir noch mit der Wiener Staatsoper etwas zu tun hat. Dass über diesen Fake Account derartig grausame und geschmacklose Nachrichten verbreitet werden, die Menschen weltweit betroffen machen, ist auf das Allerschärfste zu verurteilen. Wir  werden unsererseits nun Schritte einleiten, um diesen Account blockieren bzw. löschen zu lassen."

Erst vor wenigen Tagen ist der Weltstar nach einer ausgeheilten Coronavirus-Erkrankung aus dem Spital in Acapulco (Mexiko) entlassen worden. Und im Gegensatz zu den News in "Heute" schrieb er kürzlich auf Facebook, dass er "sich sehr gut" fühle.

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