Hilferuf der Gastronomie:

Kritik an bürokratischen Corona-Hilfsmaßnahmen

Hilferuf der Gastronomie: "Wir gehen alle ein!"

Café-Eiles-Besitzer Gert Kunze lässt in einem Video seinem Unmut freien Lauf und stellt die Frage: 'Will man den Hauptwirtschaftszweig in Österreich Tourismus und Gastronomie ruinieren?'

Der Gastronomiebereich leidet. Aber die Regierung will hier besonders vorsichtig sein. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck steht unter Druck der Gastrobranche, die nun um das wirtschaftliche Überleben kämpft. 

Ende Mai könnte es – so eine Überlegung, falls die Neuinfektionsrate niedrig bleiben würde – erste Öffnungen in Außenbereichen geben. Also Lokale mit Gärten oder Outdoor-Tischen. Bis dahin fehlen die Einnahmen. Miete und Personal müssen trotzdem bezahlt werden. 
 
Überbrückungskredite sollen in der Situation nun helfen. Doch Gastronomen kritisieren die bürokratischen Hürden, wie Café-Eiles-Besitzer Gert Kunze in einem Video erklärt. 

"Was bekommen wir? Nichts bekommen wir!"

Kunze sagt er sei hinsichtlich der Hilfsmaßnahmen anfangs noch optimistisch gewesen, doch jetzt merke er, dass "das so nicht funktionieren könne" - die Gastronomie sei gefährdet. Um den Überbrückungskredit zu bekommen musste er 60.000 Euro aufnehmen. "600 Euro wurden als Auszahlungsgebühr abgezogen. Eine Verzinsung von vier Prozent. Erste Rückzahlungsrate von 5.000 Euro im Mai. Da habe ich noch nicht einmal offen", rechnet Kunze vor. Dazu habe er "Hunderttausend Formulare" ausfüllen müssen. 

"Bitte helft uns Gastronomen! Wir gehen alle ein! Und ihr werdet uns noch nachtrauern. Die Caféhaus-Kultur in Wien wird sterben", sagt der Café-Besitzer im Video. Aber er wolle nicht immer bitten müssen und in der Bittstellung sein - vor allem "wenn ich einen eigenen Kredit aufnehmen muss und mit Mai zurückzahlen beginne".

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