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Demo gegen "Corona-Diktatur"

Hunderte Teilnehmer bei Corona-Demo am Heldenplatz

Am Samstag versammelten sich hunderte Verschwörungstheoretiker, Corona-Skeptiker, Impfgegner und mit den Maßnahmen Unzufriedene am Wiener Heldenplatz.

Wien. Die Initiative "Heimat & Umwelt" lud am Samstag zur Demonstration gegen die "Corona-Diktatur" - hunderte Menschen folgten dem Aufruf. Unter den Demonstranten sammelten sich Verschwörungstheoretiker, Impfgegner und Corona-Skeptiker - Masken waren dabei eher selten gesehen. Auch der Mindestabstand wurde lediglich unter Protest eingehalten, da die Polizei drohte die Versammlung sonst auflösen zu müssen. 

© oe24.TV

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Die Veranstalter der Demonstration sehen in den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen "Vorwand für immer weitergehende Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte aller Bürger (...) zugunsten einer durch Niemanden legitimierten Weltdiktatur", hieß es in einer Aussendung. 

© oe24.TV

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Auch Model und Ex-ATV-Star Michael Molterer mischte sich unter die Demonstranten:

oe24.TV war mit einem Lokalaugenschein live vor Ort. Das Ergebnis: dutzende Schilder mit Aufschriften á la "Corona is a Lie", "Lebende Tiere als Rohstofflieferant für Impfungen" sowie besonders geschmacklose Parolen wie etwa  "Impfen macht frei" ragten aus der Menge. Die Redner, die teils Verschwörungstheorien von sich gaben, wurden mit tobenden Applaus beklatscht. Hier das Video zur Demo:

Video zum Thema: Demonstration gegen "Corona-Diktatur"
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Drittel der Österreicher offen für Corona-Verschwörungstheorien

32 Prozent der Österreicher sind offen für Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der Coronakrise. Sie finden, dass an "Meinungen, dass es bei den Maßnahmen gegen die Coronakrise um etwas ganz anderes geht als das, was Politik und Medien sagen", etwas dran sei. Für 41 Prozent ist so ein Verdacht unbegründet, 27 Prozent waren unentschieden. Das ergab eine Umfrage des Market Instituts (Stand: 06.08.2020).
 
Damit gebe immerhin ein knappes Drittel der Österreicher Verschwörungstheorien breiten Raum, schlussfolgerte das Linzer Institut. Die Umfrage wurde vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt. 1.000 Österreicher, repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren wurden online interviewt.
 
Auffällig seien das zunehmende Misstrauen mit niedrigem Alter und nach Parteien. 34 der jüngsten, aber nur 30 Prozent der ältesten Gruppe meinten, dass an den Gerüchten etwas dran sei. Die Anhänger der Oppositionsparteien waren ebenfalls häufiger der Meinung, dass es bei den Maßnahmen um etwas anderes gehe als kommuniziert werde. 53 Prozent der FPÖ-Wähler, 46 Prozent der NEOS- und 44 Prozent der SPÖ-Getreuen gaben etwaigen Verschwörungstheorien Raum, aber nur 23 Prozent der ÖVP- und 24 Prozent der Grünen-Unterstützer.
 
Was die Auswirkungen der Pandemie betrifft, waren jene, die einer Verschwörungstheorie etwas abgewinnen konnten, pessimistischer. 39 Prozent von ihnen hielten die gesundheitlichen, 44 Prozent die wirtschaftlichen Auswirkungen für bedrohlich. In der Gruppe, die in puncto Verschwörung einen unbegründeten Verdacht sah, wurden die Auswirkungen nur von einem guten Viertel als angstmachend eingestuft, führte das Institut aus. Hervorgehoben wurde auch der Unterschied zu Deutschland, wo nur 20 Prozent (und nicht wie in Österreich 32 Prozent) in Betracht ziehen, dass mehr hinter den politischen Aussagen steckt, als Politik und Medien kommunizieren.
 

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