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Corona in Europa

Immer mehr EU-Grenzen öffnen

In Europa sollen in den nächsten Wochen immer mehr Grenzen öffnen.

Wien/Berlin. Für die Deutschen ist ein Mittelmeer-Urlaub in greifbarer Nähe. Am 15. Juni sollen laut Außenminister Heiko Maas die Grenzen zu den Nachbarländern wieder geöffnet werden, nur zu Tschechien und Ungarn ist die Öffnung noch unklar. Zudem will die deutsche Regierung die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben.

Neben den 26 EU-Ländern, dazu zählt auch Österreich, gehören Großbritannien, Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein dazu. Die gelockerten Einreisebeschränkungen für Slowaken und Tschechen gelten nun auch für Ungarn. Staatsbürger jener drei Staaten, die in eines der drei EU-Länder fahren und innerhalb von 48 Stunden zurückkehren, brauchen keinen negativen Covid-19-Test mehr und müssen auch nicht in Quarantäne.

In Österreich steuert man zwar auf die komplette Öffnung zu den Nachbarländern Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn Mitte Juni zu, das Reisen in andere Länder bleibt aber weiterhin offiziell untersagt. So ist es für Außenminister Alexander Schallenberg noch zu früh, die Grenzen zu Italien oder Slowenien freizugeben. Auch bleiben die Reisewarnungen für insgesamt 27 Länder weiterhin aufrecht.

Die Österreicher können demnach weiterhin nicht nach Italien reisen, die Deutschen könnten aber schon ab 3. Juni durch Österreich („Korridor“) ins südliche Nachbarland fahren.

Österreicher: "Mich haben sie nur schnell kontrolliert"

© Oliver Szigethy
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Oliver Szigethy, Österreicher, der nach Berlin fuhr

Obwohl die Grenzen für die normalen Urlauber noch dicht sind, dürfen bestimmte Österreicher schon nach Deutschland reisen. Zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wagte es Oliver Szigethy am Wochen­ende, wieder seine Kinder in Berlin zu besuchen. An der Grenze Suben musste der Österreicher eine Selbstdeklaration vorweisen. „Mich haben sie nur ganz kurz kontrolliert, das polnische Auto vor mir durfte ohne Kontrolle weiterfahren.“ Sowohl auf der Hinfahrt als auch auf der Rückfahrt standen bewaffnete Beamte an den Grenzübergängen.  

(mko)

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