In Madrid feiern tausende Party-Touristen

Trotz Corona

In Madrid feiern tausende Party-Touristen

Coronamüde und partyhungrig strömen alle nach Madrid und das trotz schlechter Corona-Bilanz. 

Corona hat dem Freizeitspaß und der Flut an sozialen Kontakte einen Riegel vorgeschoben. Alle sitzen im selben Boot und müssen sich gedulden. Nicht aber Madrid. Dort herrscht gerade Party-Stimmung und Menschen aus ganz Europa pilgern zum Feiern in die spanischen Hauptstadt.

Party-Oase 

Corona-Genervte strömen nach Madrid. Dort steigt die Party. Im Gegensatz zu anderen Ländern sind in der spanischen Hauptstadt nämlich nicht nur Bars und Restaurants, sondern auch Museen, Kinos und andere Freizeiteinrichtungen geöffnet. Madrid ist "eine Insel im Meer der Restriktionen in den europäischen Metropolen geworden", schreibt die spanische Tageszeitung El País. 

Hauptsächlich Franzosen 

Dem verlockendem Angebot folgen vor allem Franzosen. Die Besucher aus dem Nachbarland strömen in Scharen nach Madrid, wo Partys und Spaß erlaubt sind. "Ohne soziale Kontakte kann man nicht leben", so der Franzose Adrien, der in Madrid eine gute Zeit haben will. 

Und Corona? 

Ist Corona vorbei? Kann sich das Madrid erlauben? Die Antwort ist nein. Mit 120 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen steht Madrid so schlecht wie kaum eine andere der siebzehn spanischen Regionen da. Viele französische Städte haben deutlich niedrigere Zahlen. Trotzdem gilt die Ausgangssperre ab 23.00 Uhr und Partys steigen.

Weiter Lockerungen 

Weltweit wird über Verschärfungen der Maßnahmen und Lockdownverlängerungen diskutiert. Madrid hingegen geht einen anderen Weg und erwägt sogar eine Aufhebung der nächtlichen Ausgehsperre. "Das ist unser erstes Ziel für die nächsten Tage", sagte Vize-Regionalpräsident Ignacio Aguado. Ob das gut gehen kann?

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