Indische Corona-Variante erstmals in Europa entdeckt

Forscher schlagen Alarm

Indische Corona-Variante erstmals in Europa entdeckt

Die Corona-Zahlen in Indien explodieren. Die dortige Variante fand nun den Weg nach Europa 

Indien meldet mit 234.692 Corona-Neuinfektionen erneut einen Höchstwert. Insgesamt wurde bei fast 14,5 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilt. Indien mit seinen rund 1,35 Milliarden Einwohnern weist damit weltweit die zweitmeisten Ansteckungsfälle auf, nach den USA, die mehr als 32 Millionen Fälle verzeichnen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg in Indien um 1.341 auf 175.649.

In Indien wurde zuletzt eine neue Corona-Variante mit der Abkürzung B.1.617 entdeckt. Dabei handelt es sich um eine gefährliche Kombination der Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Noch ist unklar, ob diese Varianter ansteckender und tödlicher als ist. „Die Anzahl der Proben ist noch sehr gering – daher können wir nicht direkt darauf schließen, dass der Anstieg durch die Variante verursacht wird«, so Sujeet Kumar Singh, Direktor der staatlichen Gesundheitsbehörde zum „Indian Express“.

Probleme mit Impfschutz

Inzwischen ist die Variante aber auch in Europa angekommen. In Großbritannien wurden 77 Fälle der Indien-Mutation registriert. „Die neue Variante könnte noch schwieriger durch Impfstoffe zu kontrollieren sein als die Varianten, die zunächst in Brasilien und Südafrika aufgetreten waren«, schlägt der britische Mediziner Paul Hunter von der University of East Anglia gegenüber dem „Guardian“ Alarm.



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