Microsoft-Gründer Bill Gates warnt mit Corona-Hiobsbotschaft

Pandemie am Scheideweg

Bill Gates warnt vor neuen Corona-Mutationen

Microsoft-Gründer zeigt Gefahr auf, malt dabei aber nicht nur schwarz.

Bill Gates  hat sich einmal mehr bezüglich der Corona-Pandemie zu Wort gemeldet. In seinem aktuellen Blog-Eintrag spricht er über die Gefährlichkeit der Virus-Mutationen. Mittlerweile tritt das Coronavirus ja in unterschiedlichen Formen auf - einige Mutationen scheinen dabei besonders gefährlich zu sein.

Covid-19-Code hat rund 30.000 Buchstaben

Zunächst erklärt Gates in seinen "GatesNotes", dass es völlig normal sei, dass ein Virus mutiere. Als Beispiel nennt er das Grippevirus, gegen das auch jedes Jahr ein angepasster Impfstoff entwickelt werden muss. Laut dem Microsoft-Gründer ist der Code von Covid-19 rund 30.000 Buchstaben lang. Da sich Viren durch Kopiervorgänge vermehren, sei hier die Chance besonders groß, dass sich Fehler einschleichen. Und durch diese Kopierfehler entstehen die Corona-Mutationen. Manche davon sind harmlos, andere können infektiöser sein oder für schwerere Verläufe sorgen.

Coronavirus nicht allzu komplex aufgebaut

Positiv vermerkt Gates, dass das Coronavirus viel einfacher aufgebaut sei als etwa das Grippevirus. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass sich in unterschiedlichen Ländern häufig ähnliche oder sogar die selben Mutationen entwickeln. Wäre der Aufbau komplexer, würden laut dem Microsoft-Gründer noch deutlich mehr verschiedene Variationen auftreten. So hätten sich etwa die in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7, die zuerst in Südafrika gefunden wurde, zwar unabhängig voneinander entwickelt, teilen sich aber eine Reihe von gleichen Mutationen. Dennoch tauchen mittlerweile immer mehr unterschiedliche Mutationen auf. Das liegt laut Gates daran, dass das Coronavirus mittlerweile auf der ganzen Welt zirkuliere und deshalb auch mehr Möglichkeiten habe, sich zu verändern. Sobald die Ansteckungszahlen global zurückgehen, würden auch wieder weniger Varianten auftauchen. Gates mahnt also dazu, die Pandemie als globales Problem zu sehen. Nur wenn das Virus weltweit zurückgedrängt werde, könne es besiegt werden. Wir befinden uns also gerade am Scheideweg.

Impf-Weltmeister machen Hoffnung

Deshalb müssten die Impfungen weltweit rasch voranschreiten. Nur so könne die Pandemie eingedämmt bzw. besiegt werden, schreibt Gates. Hoffnung machen ihm, die Länder, in denen die Impfungen rasch voranschreiten. Denn in Israel, Großbritannien oder den USA zeige sich, dass die aktuellen Impfstoffe auch gegen die Mutationen gut wirken. Selbst bei den neuen Varianten würden die Zahlen von schweren Verläufen dank der Impfungen merklich zurückgehen.

Dennoch wird bereits weltweit an  angepassten Impfstoffen gearbeitet . Sollte deren Einsatz als notwendig erachtet werden, geht Gates davon aus, dass sie in wenigen Monaten eingesetzt werden könnten. Bereits geimpfte Personen würden dann nur mehr eine Auffrischung brauchen. Hier sei entscheidend, dass man neue Mutationen möglichst schnell finde und genau analysiere.

Plan für weitere Pandemien

Somit zeige die Corona-Pandemie auch auf, wie sich die Menschheit gegen kommende Pandemien rüsten könne. Laut Gates sollte eine umfassende Sequenzierung der Tests ein Teil jedes Plans zur Vorbereitung auf die nächste Pandemie sein. Nur wenn eine Virus-Variante schnell identifiziert werde, könne man rechtzeitig mit der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten beginnen.
 

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