Italien setzt AstraZeneca-Impfung fort

Nach EMA-Stellungnahme

Italien setzt AstraZeneca-Impfung fort

Premier Draghi begrüßt Stellungnahme der EMA.

Rom. Nachdem die europäische Arzneibehörde EMA Grünes Licht für die Fortsetzung der Impfkampagne mit dem Astrazeneca-Vakzin gegeben hat, will Italien auf das Gaspedal drücken, um die in den vergangenen Tagen entstandenen Verzögerungen bei den Impfungen wett zu machen. "Die Regierung begrüßt EMAs Stellungnahme. Am Freitag wird die Impfkampagne wieder aufgenommen. Die Regierung ist bemüht, so viele Menschen wie möglich in kürzester Zeit zu impfen", so Premier Mario Draghi.

Justiz ermittelt in neun Fällen

Italien hatte am Montag die Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin ausgesetzt worden. Im Land waren in der vergangenen Woche und am Wochenende Menschen gestorben, die zuvor mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft worden waren. In mindestens neun Fällen ermitteln die Justizbehörden. Am Donnerstag starb eine 54-jährige Neapolitanerin, die seit Samstag auf der Intensivstation eines Krankenhauses lag. Laut den Angehörigen hatte die Frau eine Hirnblutung nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin erlitten.

Ermittlungen laufen um den Tod von zwei Militärs und einem Polizisten auf Sizilien, nachdem sie mit Astrazeneca-Impfdosen immunisiert wurden. Der Staatsanwalt von Catania, Carmelo Zuccaro, schrieb gestern, dass keine wissenschaftlich fundierte Beweise eines Zusammenhangs zwischen den Todesfällen und der Impfung aufgetreten seien. Zuccaro betonte, dass er selber und ein Großteil der Staatsanwälte und des Personals des Justizpalasts von Catania mit Astrazeneca-Impfstoff immunisiert worden seien.



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