Kurz: Österreich nimmt Intensivpatienten aus Portugal auf

Intensivstationen wegen Corona überfüllt

Kurz: Österreich nimmt Intensivpatienten aus Portugal auf

In Portugal sind die Intensivkapazitäten aufgrund der Corona-Pandemie fast ausgeschöpft. Österreich springt nun ein und nimmt Patienten auf.

In Portugal spitzt sich die Corona-Situation dramatisch zu. Wie das Gesundheitsministerium in Lissabon am Samstag mitteilte, gibt es im ganzen Land nur noch sieben freie Betten für die Intensivpflege von Covid-19-Patienten. Von 850 solcher Betten auf dem Festland, die für Covid-19-Patienten bereitstehen, sind 843 belegt.
 

Portugal: Nur noch 7 freie Intensivbetten

Für die zehn Millionen Einwohner gibt es zudem 420 Intensivpflege-Betten, die aber für andere Krankheitsfälle reserviert sind. Nach Angaben des Ministeriums wurden binnen 24 Stunden 12.435 Neuinfektionen und 293 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Bisher wurden in dem iberischen Land, in dem derzeit die britische Virus-Variante grassiert, über 711.000 Infektions- und 12.179 Todesfälle registriert.

Österreich springt nun ein und will Intensivpatienten aus Portugal aufnehmen - das haben Bundeskanzler Kurz und Portugals Premierminister Costa vereinbart. Die Details werden nun mit dem portugiesischen Gesundheitsministerium vereinbart.

Bundeskanzler Sebastian Kurz betont, die Corona-Pandemie stelle alle Länder Europas vor massive Herausforderungen. "Es ist ein Gebot der europäischen Solidarität, rasch und unbürokratisch zu helfen, um Menschenleben zu retten. Österreich hat bereits bisher in der Pandemie Intensivpatienten aus Frankreich, Italien sowie Montenegro aufgenommen und wird nun auch Intensivpatienten aus Portugal aufnehmen", so der Bundeskanzler.

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