"Lage an den Schulen spitzt sich dramatisch zu"

Lehrer-Gewerkschafter schlägt Alarm:

"Lage an den Schulen spitzt sich dramatisch zu"

Lehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger schlägt im ÖSTERREICH-Interview Alarm.

ÖSTERREICH: Hunderte Corona-positive Schüler, Tausende in Quarantäne. Wie ist die Situation in Österreichs Schulen zu bewerten derzeit?

Paul Kimberger: Die Situation spitzt sich dramatisch zu. Es gibt immer mehr Corona-Infizierte und noch mehr Verdachtsfälle jeden Tag.

ÖSTERREICH: Wie viele Lehrer sind betroffen?

Kimberger: Das kann ich Ihnen nicht sagen, da müssen Sie sich an das Bildungsministerium wenden (Anm. d. Red.: Auch dort konnte man dazu nichts sagen). Faktum ist, dass es zu sehr, sehr vielen Ausfällen kommt und diese Engpässe nicht mehr kompensiert werden können.

© APA/HELMUT FOHRINGER
Lehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger.

ÖSTERREICH: Was werfen Sie der Regierung vor?

Kimberger: Die Schulen fühlen sich allein gelassen. Sie müssen viel zu lange auf Tests warten und dann wieder viel zu lange auf Ergebnisse. Die zuständigen Behörden treffen Entscheidungen viel zu langsam.

ÖSTERREICH: Welche Maßnahmen halten Sie für möglich, um das Risiko in Schulen zu minimieren?

Kimberger: Natürlich sind die allgemeinen Hygienemaßnahmen wie Lüften, Desinfektion, Händewaschen und Abstand halten wichtig. Tatsächlich aber ist es so, dass vor allem Letzteres in der kalten Jahreszeit, wo nicht mehr ins Freie ausgewichen werden kann, schwer möglich ist. Ein Problem ist auch, dass natürlich die Erkältungssymptome jetzt wieder zunehmen und es selbst für Mediziner schwierig ist, zwischen grippalen Infekten und Corona-Infektionen zu unterscheiden. Interview: Aaron Brüstle

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