Lehrer: Selbsttest-Lieferung ein "Gesamtdesaster"

Tests lückenhaft und fehlerhaft ausgeliefert

Lehrer: Selbsttest-Lieferung ein "Gesamtdesaster"

Die Selbsttests würden lückenhaft ausgeliefert, zum Teil fehle die Flüssigkeit, so der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der GÖD.

Nach wie vor Kritik an unvollständigen oder verspäteten Lieferungen von Corona-Selbsttests an die Schulen üben Lehrervertreter. "Es geht chaotisch zu - das ist ein einziges organisatorisches und logistisches Gesamtdesaster", so der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger zur APA. "Tests werden nach wie vor lückenhaft ausgeliefert, zum Teil stimmt die Anzahl nicht mit dem Bedarf überein." Zum Teil würden etwa Testkits ohne Flüssigkeit verteilt.
 
Mittlerweile seien die Zeitpläne von Ministerium oder Bildungsdirektion mehrmals geändert und mit Stand Dienstag Nachmittag dann erst nicht eingehalten worden, meinte Kimberger. "Das ist insofern ein Problem, weil zwar theoretisch Fernunterricht stattfindet, aber trotzdem viele Kinder zur Betreuung an den Schulen sind." An manchen Standorten seien es zwischen 50 und 80 Prozent. "Es ist inakzeptabel, was da mit Schulleitungen und Lehrern gemacht wird." Die Tests sollen bis Dienstag an den Schulen verteilt werden.
 
Arbeiterkammer und Gewerkschaftsvertreter wiederum forderten, dass auch Berufs- und Landwirtschaftsschulen sofort mit Testkits ausgestattet werden. Diese sollen nach den Plänen des Ministeriums erst mit der zweiten Auslieferungswelle im Lauf der nächsten Woche berücksichtigt werden. Begründet wird dies mit den parallel laufenden Massentestungen sowie dem Umstand, dass viele Lehrlinge von ihren Unternehmen regelmäßig getestet werden. Kimberger wiederum berichtete, dass in den Ländern die Schulen zum Teil umgeschichtet und Berufsschulen Testkits zur Verfügung gestellt haben.
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