Massentests: So viele Wiener waren wirklich positiv

Nach PCR-Test

Massentests: So viele Wiener waren wirklich positiv

Nur in etwa 50 Prozent der Fälle wurde ein positiver Test bestätigt.

In Wien ist am Samstag der zweite Tag der Massentests im Gange. Laut einem Bundesheer-Sprecher gibt es bis dato keine Probleme: "Der Betrieb funktioniert reibungslos", hieß auf APA-Anfrage. Auch das IT-System, das am Freitag ausgefallen ist, funktioniert wieder. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gab auch Ergebnisse der im Zuge der Massentests durchgeführten PCR-Tests bekannt: Die Positivrate liegt aktuell bei 0,16 Prozent. Für Spontane gibt es heute noch freie Termine.
 
Die Stadtbewohner können sich im Rahmen der Massentests an drei Standorten mittels Schnelltest auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen. Möglich ist dies in der Stadthalle, der Messe Wien und der Marx-Halle. Laut Hacker haben bis Samstagmittag rund 24.000 Menschen für den heutigen Tag einen Termin gebucht. Dabei wies der Stadtrat darauf hin, dass es noch freie Zeit-Slots gibt: "Wir haben in der Messehalle noch Kapazitäten frei, in der Marx-Halle sind noch Kapazitäten frei. Nur die Stadthalle ist quasi ausgebucht."
 
Was die freien Kapazitäten anbelangt, so gab Hacker zu, dass er nicht mit einem Ansturm auf die Massentests gerechnet hat: "Ich habe mir sowieso sehr wenig erwartet." Grund dafür ist die bereits sehr hohe Testdichte in der Stadt - allein im November seien 200.000 Testungen durchgeführt worden. "Aber ich gebe zu, dass 25.000 an einem Tag noch weniger ist als ich eigentlich erwartet habe." Hacker möchte die Bevölkerung ermutigen und aufmuntern, zum Massentest zu gehen: "Um sich selbst einfach diese Momentaufnahme zu ermöglichen."
 

Nur 50% der positiven Tests bestätigt

Die Massentests in Wien sind gestern, Freitag, gestartet. Rund 24.000 Menschen haben sich am ersten Tag für die Tests angemeldet. 112 Personen haben nach einem positivem Ergebnis beim Schnelltest anschließend noch in den Testcentern einen von den Gesundheitsbehörden durchgeführten PCR-Test gemacht. Hier liegen nun auch meisten Ergebnisse vor. Laut aktuellem Stand sind etwa Hälfte dieser PCR-Tests positiv, informierte ein Sprecher des Gesundheitsstadtrats der APA. Hacker dazu: "Wir sind extrem weit unten, wir sind bei 0,16 Prozent Positivrate. Das ist doch besonders bemerkenswert bei 24.000 Tests."
 
Auch die IT-Probleme dürften wieder im Griff sein. Denn für das vom Bundesheer in den drei Teststraßen verwendete IT-Erfassungssystem begann Tag eins mit einem Ausfall und es musste auf Papierbetrieb umgestellt werden. Laut dem Sprecher des Bundesheeres funktioniert die Software nun wieder, wenn auch "mit kleinen Problemen". Es werde aber davon ausgegangen, dass sie in den nächsten Tagen wieder 100-prozentig funktionieren werde.
 
Lob gab es von Hacker heute zum bisherigen Ablauf der Massentests. "Ich bin wirklich sehr zufrieden, vor allem was auch vor Ort passiert. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Organisationen funktioniert wirklich vorbildlich." Die Kompetenz und der Ablauf der Testungen ist in Wien auf verschiedene Institutionen aufgeteilt - angefangen vom Bundesheer über den Samariterbund bis hin zu den Gesundheitsbehörden. Die Massentests in Wien laufen bis 13. Dezember.
 

Wien ändert Zugangsregel für Testung

 
 Ab morgen, Sonntag, können Personen, die angemeldet sind, ihre Familienangehörigen mit zum Testen bringen, obwohl diese keine eigenen Termine haben, kündigte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am späten Nachmittag im APA-Gespräch an. Das war bisher nicht möglich. Die neue Regelung gilt für den Test-Standort Messe Wien, der relativ gering ausgelastet ist.
 
"Ab morgen kann Jeder, der angemeldet ist, seine Angehörigen in die Messehalle mitnehmen. Auch wenn die Anmeldung in einer anderen Halle war", erklärte Hacker. In der Messe Wien könne man dann gemeinsam mit seinen Angehörigen - etwa Lebenspartnern, Eltern, Kindern oder Schwiegereltern - die Tests durchführen.
 
Bisher war es notwendig, dass sich jeder, der an den Massentests teilnehmen wollte, über eine Online-Anmeldeplattform einen eigenen Termin für einen der drei zur Verfügung stehenden Standorte Stadthalle, Messe Wien oder Marx-Halle fixieren musste.
 
Die Kapazität an den drei Standorten sind insgesamt für bis zu 150.000 Testungen pro Tag bzw. für insgesamt mehr als 1 Mio. Menschen ausgelegt. Diese wurde weder an gestern als auch heute bei weitem nicht erreicht. An beiden Tagen hatten sich laut Stadt rund 24.000 Personen für Termine angemeldet gehabt.
 
Die Auslastung an den Standorten ist dabei durchaus unterschiedlich. Besonders beliebt ist die Stadthalle, in der es heute keine freien Zeit-Slots mehr gab und die laut Hacker auch morgen, Sonntag ausgebucht sein wird. Ganz anders die Situation in der Messe Wien, wo die Auslastung heute bei unter zehn Prozent lag. "Daher trauen wir uns das zu und wenn dann ein paar von den Angemeldeten in der Stadthalle nicht erscheinen, macht es auch nichts. Dann haben sie dort ein bisschen weniger zu tun", so Hacker.
 


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