Teschl-Hofmeister: Entlastung der Eltern wichtig. Königsberger-Ludwig: Screenings nur bei Clustern sinnvoll.
Niemand darf "zurückgelassen" werden
Auch Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) betonte, dass die Einrichtungen geöffnet bleiben müssten, um "niemanden im Bereich der Bildung zurückzulassen. Beim ersten Lockdown waren wir alle nicht darauf vorbereitet", räumte sie ein. Die nötige Unterstützung für einige Eltern und Kinder sei nicht überall gegeben gewesen.
In Niederösterreich habe man einen einheitlichen Umgang mit Coronavirus-Verdachtsfällen erarbeitet. "Es gibt eine genaue Checkliste, was wann in welcher Reihenfolge zu tun ist", erklärte die Landesrätin. Dazu halte man sich an ein ständig aktualisiertes Handbuch des Ministeriums und setze zudem eigene Strategien um. Königsberger-Ludwig erklärte, dass Wohnsitzbehörden gemeinsam mit Standortbehörden und Sanitätsstab die Kontaktpersonen einstufen.
Trotzdem werde das Vorgehen bei Verdachtsfällen situationsbedingt angepasst. So seien beispielsweise im Fall eines positiv getesteten Lehrers die Schüler in der ersten Reihe anders zu behandeln als Kinder in der letzten Reihe. Mit unter Zehnjährigen soll ebenfalls anders umgegangen werden. "Sie sind erwiesenermaßen keine großen Infektionsspreader", so Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner. Darum sei es hier nicht nötig, ganze Klassen abzusondern.