Protest: 160 Wut-Wirte öffnen trotz Lockdown

Protestaktion der Gastronomie

Protest: 160 Wut-Wirte öffnen trotz Lockdown

Seit gestern ist es offiziell, die Gastronomen dürfen auch im Februar keine Gäste bewirten. Das geht vielen aus der Branche zu weit, aus Protest wollen rund 160 Wirte heute ihre Türen öffnen.

Die gesamte Gastronomie ist seit November geschlossen. Die Bewirtung von Gästen wird voraussichtlich noch bis März nicht möglich sein.

„Die Lockdownverlängerung ist ein großer Schock. Vielen steht das Wasser bis zum Hals, da ist das Angebot eines Lieferdienstes nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, berichten unzählige Gastronomen aus Wien und der Umgebung. Darum werden heute um 11 Uhr viele Gastronomen ihre Lokalitäten öffnen, aber keine Gäste bewirten. Mitgründerin der Initiative ist Alexandra Psichos, Fachgruppenleiter-Stellvertreterin der Fachgruppe Kaffeehäuser bei der Wirtschaftskammer Wien.

„Ich bin keine Corona-Leugnerin, im Gegenteil. Wir haben wirklich alles gemacht. Wir haben alle notwendigen Auflagen in Kauf genommen. Nur, wir müssen unser Geld verdienen“, sagt Psichos im Gespräch mit dem Stadtsender W24.

Protest im Rahmen des erlaubten

Bei der Initiative sind in Wien unteranderem das Stuwer, Cafe Hummel, Cafe Dresdnerhof, Cafe Eiles, Cafe Haller und die Centimeter-Lokale dabei. Auch in anderen Städten wird heute protestiert. Der Grazer Gastronom Nino Berger spricht in der Kleinen Zeitung von Existenzbedrohung: „Es könnte leicht sein, dass viele Menschen ihre Lieblingslokale auch nach dem Lockdown nicht mehr besuchen können, weil es sie einfach nicht mehr geben wird.“

Der Protest findet in einem legalen Rahmen statt, beruhigen die Initiatoren auf den Social-Media Plattformen: „In der Gastronomie gibt es aktuell kein Betretungsverbot. Nur im Lokal und im Umkreis von 50 Meter dürfen keine Speisen und Getränke konsumiert werden.“

Video zum Thema: Aktion gegen Gastrosterben
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