Viele Absagen

Tausende Impf-Termine bleiben frei

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Mehranmeldungen, Ignoranz, falscher Impfstoff: Viele Termine bleiben ungenützt.
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Wien. Absagen und Verschiebungen bringen die Impfkoordinatoren in enorme Schwierigkeit: In der Steiermark werden „Impf-Taktiker“ – wie berichtet – inzwischen auf die lange Bank gesetzt: „Wer zwei Mal zu vereinbarten Impfterminen nicht auftaucht“, so Impfkoordinator Michael Koren zu ÖSTERREICH, „wird nach ganz hinten gereiht.“

Auffallend ist: Die meisten Absagen gibt es beim Vakzin von AstraZeneca. 14 Prozent sagten etwa in der Steiermark ihre AZ-Termine ab, vermutlich in der Hoffnung auf einen Termin mit Biontech/Pfizer. Solche Impftaktiker gibt es auch in Wien: „Etwa 10 Prozent ­aller Termine werden nicht wahrgenommen, verschoben, ­ignoriert“, so Mario Dujakovic, Sprecher von Wiens Gesundheitsstadtrat Hacker.

Einige Tausend Termine für Menschen über 65 Jahre und Hochrisikopatienten waren Donnerstag noch frei. Daher wurden Donnerstag weitere 63.000 Termine der nächsten Gruppe (Risikopatienten, unabhängig vom Alter, freigeschaltet). Am Nachmittag waren in Wien noch 50 Prozent frei.

Aufwand. Alle stornierten Termine werden an Personen weitergegeben, die auf Back-up-Listen stehen: „Sind auch diese Listen aufgebraucht“, so Dujakovic, „müssen wir weitere Gruppen freischalten oder alle anrufen, die auf Impf-Wartelisten stehen.“

Strafreihungen wie in der Steiermark gibt es in Wien nicht. In OÖ fällt man aus der Registrierung raus, wenn zwei Impfeinladungen nicht wahrgenommen werden. Man kann sich aber neu registrieren. Etwa 5 % sagten in OÖ ihre AstraZeneca-­Termine ab. Zwei bis drei Prozent stornieren, weil sie krank oder verhindert sind.

Abmeldetrend? „Weggeworfen wird nichts, kein Impfstoff bleibt über“, so ein Sprecher der Initiative „Österreich impft“: „Es gibt auch keinen großen Abmeldetrend, aber viele, die sich mehrfach anmelden, auf mehreren Listen stehen und sich in mehreren Bundesländern registrieren.“ Die Nachfrage nach Impfungen überwiegt die Skepsis.

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