Coronavirus Deutschland

Stecken sich selbst an

Traurige Liste: Immer mehr italienische Ärzte sterben

Tausende italienische Ärzte stecken sich selbst mit dem Coronavirus an – auch weil es an Schutzmasken fehlt. 63 Mediziner sind bereits gestorben – und die Liste wird immer länger.

Es ist eine traurige Liste, die jeden Tag länger wird: 63 italienische Ärzte sind bereits an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Auf ihrer Webseite zählt die italienische Ärztekammer (FNOMCeO) jeden einzelnen Mediziner auf, der sein Leben im Kampf gegen das Virus lassen musste. 

Roberto Stella ist der erste Name auf der traurigen Liste. Bei seiner Arbeit im Krankenhaus in Busto Arsizio, nordwestlich von Mailand, infizierte sich der Allgemeinmediziner mit Covid-19. Am 11. März starb er mit 67 Jahren an Atemversagen. Ihm folgten noch weitere 59 Männer und 3 Frauen.

Ärzte kommen aus Pension zurück

Die Todesopfer sind zwischen 49 und 91 Jahre alt. Die meisten Ärzte stammen aus dem am stärksten betroffenen Gebiet Bergamo und Umgebung. Dort verlor auch der 90-jährige Flavio Roncoli sein Leben. Wie viele der verstorbenen Ärzte kehrte der pensionierte Mediziner in seinen Beruf zurück, um Kollegen in der Krise zu unterstützen.

Vor allem Hausärzte infiziert

Ein Blick auf die Liste zeigt: Der Großteil der infizierten Mediziner sind Hausärzte. Denn diese waren bereits vor der offiziellen Ausbreitung der Epidemie in Kontakt mit zahllosen Patienten, die vermutlich bereits mit Corona erkrankt waren und in ihre Praxen kamen. Schutzkleidung gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine.



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