Abgesagte Weihnachtsfeiern &
Viele Wirte lassen ihre Lokale zu
Wien. Viele Unternehmer, die bereits am 17. oder am 20. Dezember (in Wien) ihre Lokale wieder öffnen dürften, lassen ihre Wirtshäuser und Beisln einfach zu: „Allein in Wien lassen einige hundert Cafés und Restaurants nach dem Lockdown zu“, sagt Spartensprecher Peter Dobcak. Auch befürchten viele Unternehmer ein „sehr mageres Silvestergeschäft“, sollte die 23-Uhr-Sperrstunde nicht für diese Feiernacht aufgehoben werden. ÖSTERREICH hörte sich bei den Wirten um, das sagen sie:
- Alexandra Psichos, The Legends, Wien-Landstraße: „Bis 10. Jänner bleibt das Lokal geschlossen. Wir bieten normalerweise volles Küchenprogramm an, doch alle Weihnachtsfeiern sind gestrichen, Silvesterpartys nicht erlaubt oder nur für 25 Personen. Das zahlt sich einfach nicht aus.“
- Martina Haslinger, Gasthaus Frohes Schaffen, Wien-Floridsdorf: „Alle Reservierungen sind abgesagt, keine Hochzeiten, keine Weihnachtsfeiern, kein Silvester, wir leben hier am Stadtrand aber von Veranstaltungen, der Saal bleibt aber leer. Deshalb haben wir zu.“
- Günter Löffler, Felix, Langenzersdorf (NÖ): „Wir lassen zu, der Wareneinsatz für die wenigen Tage wäre enorm, das Risiko zu groß.“
- Erwin Scheiflinger, Bastei Beisl, Wien-City: „Schwierige Situation, ich sperre trotzdem auf. Allerdings mit deutlich kleinerer Speisekarte.“
Peter Dobcak, Gastronomiesprecher der Wiener Wirtschaftskammer, hat eine klare Forderung an die Politik für die Silvesternacht: „Verlegt die Sperrstunde nach hinten. Wir können in dieser Nacht doch nicht um 23 Uhr zusperren.
Die Lokale müssen zumindest bis 1 Uhr offen bleiben. Alles andere wäre für die ohnehin schon schwerst betroffenen Unternehmer ein absoluter Wahnsinn.“
Forderung. Die Entscheidung über eine Sperrstundenverlängerung müsste aber sehr rasch fallen: „Die Wirte müssen Waren einkaufen, genau planen, Reservierungen entgegennehmen, das geht nicht innerhalb von einem Tag.“
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