Corona-Teststäbchen

Behörden-Chaos

Wiener bekommt erst 2 Monate nach Corona-Erkrankung Quarantäne-Bescheid

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Nicht nur Teststraßen versinken im Corona-Chaos – auch die Behörden schaffen es nicht mehr, die Absonderungsbescheide rechtzeitig zu versenden. Ein Wiener bekam seine Benachrichtigung 2 Monate (!) nach der Infektion.

Das Corona-Chaos geht weiter: Während die Neuinfektionen am Wochenende erneut nicht ausgewiesen werden können, klettert die Sieben-Tage-Inzidenz in sämtlichen Bundesländern auf über 1.000. Doch auch bei der Nachverfolgung der Corona-Fälle versagen die Behörden.

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Ein Wiener (Name ist der Redaktion bekannt) wurde am 1. Dezember positiv getestet – seinen Absonderungsbescheid bekam er allerdings erst am 21. Jänner, also fast zwei Monate später. In diesem Schreiben wird dem positiv Getesteten mitgeteilt, dass er sich bis 12. Dezember in Quarantäne begeben muss. Angesichts der Zustellungszeit ist das Schreiben also inzwischen hinfällig.

Eine Besserung der Situation ist nicht in Sicht: Experten rechnen mit einem Anstieg der Neuinfektionen auf bis zu 40.000 – und das schon kommende Woche.  Offiziell gesicherte Daten der Ministerien hatte es zuletzt am Mittwoch gegeben - mit 27.677 bestätigten Neuinfektionen war damals der bisherige Rekordwert in der Pandemie erreicht worden. Auf ähnlich hohem Niveau dürfte sich das Infektionsgeschehen seither bewegen, das AGES-Dashboard wies jedenfalls schon für Donnerstag mehr als 29.000 aus. Laut Gesundheitsministerium ist das EMS an sich voll funktionsfähig, alle Labormeldungen und Abrufe können uneingeschränkt stattfinden. Die Überarbeitung sei - nicht zuletzt aufgrund der hohen Fallzahlen - derzeit aber nicht reibungslos möglich, weshalb es vermehrt zu Verzögerungen oder Ausfällen bei der Veröffentlichung der bereinigten Daten komme. An einer Lösung und Beschleunigung der Prozesse werde mit Hochdruck gearbeitet, was "die nächsten Tage in Anspruch nehmen" werde, hatte es am Freitagabend bezüglich der Datenprobleme geheißen. Im Schnitt der letzten sieben Tage waren die im EMS eingemeldeten Infektionszahlen um gut 900 Fälle höher als in der Meldung des Krisenstabs. Die stärkste Abweichung gab es am Mittwoch, als die EMS-Morgenmeldung 31.070 Neuinfektionen enthielt, in den bereinigten Zahlen waren es dann 27.677.
 

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