Corona-Insider
Wo Neuinfektionen sinken, wer testet, wer nicht
Effekte. Wirken Lockdowns oder wirken sie nicht? Offensichtlich wirken sie. Denn in jenen drei Bundesländern - Wien, Niederösterreich und Burgenland – in denen seit 1. April alles zu war, sind die Neuinfektionen signifikant zurückgegangen. Burgenland hat seit Montag wieder Handel, Dienstleister und Schulen geöffnet. Hier wirkt der Lockdown aber - die Inkubationszeit bei B.1.1.7 beträgt 14 Tage - noch gut eine Woche nach. Die Intensivstationen in Wien, Burgenland und Niederösterreich sind nach wie vor über der systemkritischen Auslastungsgrenze. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein warnt daher, dass die Situation „nicht rosig“ sei.
Anstieg in Vorarlberg auch in Intensivstation
Gespalten. In Vorarlberg - hier haben neben Handel und Dienstleistern - auch Gastronomie und Veranstaltungen offen, steigen die Neuinfektionen kontinuierlich an. Zum Start der Öffnungen lagen zwei Covid-Patienten auf der Intensivstation, jetzt sind es bereits 14. Ab 15 Patienten käme Vorarlberg in den systemkritischen Auslastungsbereich. Derzeit gilt Vorarlberg als Testmeister in Österreich. Vorarlberg testet aber vor allem mit Antigentests. In Sachen PCR-Tests hat Wien ganz klar die Nase vorne. Zweidrittel der PCR-Tests in Österreich werden in der Hauptstadt gemacht.
Tests. Am wenigsten testet erneut Kärnten. Mit einer Positivitätsrate von 12,3 Prozent liegen die Kärntner deutlich über dem Österreichschnitt von 0,9 % in der vergangenen Woche. Kärnten hat noch eine relativ niedrige Intensivauslastung.
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