Coronavirus

Zittern um den Strand-Urlaub

Das Nachbarland Slowenien erwägt, die Grenzen zu Kroatien dichtzumachen. 

Wien/Zagreb. 1,5 Millionen Österreicher zieht es jährlich nach Kroatien. Alleine in den Sommermonaten Juni bis September sind es im Normalfall über eine Million Urlauber, die sich auf den Stränden tummeln. Doch mit der Reisewarnung in den Westbalkan und den steigenden Corona-Zahlen könnte es auch im Top-Urlaubsland zu Einschränkungen kommen. „In Kroatien zeichnet sich – bei insgesamt noch wenigen Fällen – momentan ein „massiver zweiter Hügel ab“, beschrieb Komplexitätsforscher Stefan Thurner die Situation vor Ort. Denn seit der Grenzöffnung steigen die Corona-Zahlen. Insgesamt 2.777 Infizierte verzeichnet das Land.

Aufgrund des Anstiegs erwägt sogar Nachbar Slowenien, Kroatien wieder mit Reisebeschränkungen zu belegen. Dann müssten Tausende Österreicher auf ihren Urlaub verzichten.  Branimir Toncinic von der Kroatischen Zentrale für Tourismus beschwichtigt: „Ich sehe keinerlei Anlass dafür, eine Reisewarnung auszusprechen.“ 
 

Höchste Reisewarnung für Westbalkan-Länder

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen hat die Regierung eine Reisewarnung verhängt.
 
Wien. Mit sofortiger Wirkung verkündete gestern die österreichische Regierung für alle sechs Länder des Westbalkans eine Reisewarnung der Sicherheitsstufe 6.  Diese empfiehlt  Österreichern, dringend das betroffene Land zu verlassen. Ab sofort sind Coronatests oder eine 14-tägige Heimquarantäne bei der Einreise aus den Ländern bereits Pflicht.