A1 Telekom will bis 2030 CO2-neutral sein

Ambitioniertes Klimaziel

A1 Telekom will bis 2030 CO2-neutral sein

Konzernchef verteidigt auch die mögliche Auslagerung von Mobilfunkmasten.

Nach mehreren  großen IT-Konzernen  hat sich nun auch die  A1 Telekom Austria Group  ein ambitioniertes Klimaziel gesteckt. Der an der Wiener Börse notierte Telekommunikationskonzern will bis zum Jahr 2030 CO2-neutral sein, also bis dahin netto Null Kohlendioxidemissionen aufweisen. Das sagte CEO Thomas Arnoldner am Freitag auf der Gewinn-Messe. Ansatzpunkt sei der Stromverbrauch, der zu 90 Prozent aus den Netzen resultiere und davon wiederum 60 Prozent aus dem Mobilfunk. Zudem wolle man bis zum Jahr 2030 die Energieeffizienz gegenüber 2019 um 80 Prozent steigern, so Arnoldner.

Entwicklung in Kernmärkten erfreulich

Auf allen Märken gehe es der  A1  Telekom derzeit um einiges besser als früher. Bulgarien etwa performe außerordentlich gut. Auch Weißrussland performe operativ und was den Kundenanstieg betreffe extrem gut, jedoch gebe es in dem Land politische und makroökonomische Herausforderungen. Insgesamt ist der Konzern auf sieben Kernmärkten tätig.

Prognose angehoben

Erst diese Woche hat die A1 Telekom Austria - schon zum dritten Mal heuer -  die Umsatzerwartung für 2021 erhöht . Beim Umsatz- und EBITDA-Wachstum liege man im Branchenvergleich im europäischen Spitzenfeld, so Arnoldner. Getrieben werde das Geschäft durch den Mobilfunkmarkt in Österreich, Bulgarien, Weißrussland und Kroatien sowie höhere Bandbreiten im Festnetz und ein hohes Wachstum im Firmengeschäft. Im Roaming gebe es mittlerweile einen leichten Rückenwind, obwohl man von der Größenordnung des Vor-Corona-Jahres 2019 noch weit entfernt sei.

Werden Mobilfunkmasten ausgelagert?

Überlegungen zu einer möglichen Auslagerung von Funktürmen, wie sie seit einiger Zeit vom Betriebsrat kritisiert werden, verteidigte Arnoldner. Ohne näher auf Details einzugehen, verwies er darauf, dass Derartiges in der Branche auch international ein logischer Schritt sei und die beiden heimischen Mitbewerber Mobilfunkstandorte bereits ausgegliedert oder verkauft hätten.



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