Apple droht Frotnite-Schmiede mit Totalrauswurf

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Apple droht Frotnite-Schmiede mit Totalrauswurf

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Der Streit zwischen dem iPhone-Konzern und dem Spieleentwickler geht in die nächste Runde.

Der  Streit zwischen Epic Games und Apple  spitzt sich weiter zu. Nun droht der iPhone-Konzern dem Fortnite-Entwickler sogar mit einem Totalrauswurf auf dem App Store. Sollte es zu keiner Einigung kommen, sollen alle Entwickler-Accounts und Zugangsberechtigungen von Epic Games bereits am 28. August 2020 aufgekündigt werden. Dann könnte die Spieleschmiede gar keine App mehr für iOS-Geräte entwickeln geschweige denn anbieten. Auch Fortnite wäre dann für immer vom iPhone verschwunden.

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Epic verklagt Apple

In den letzten Tagen eskalierte der Streit immer mehr. Zuletzt zog der Spielentwickler sogar vor Gericht. Ein Richter solle Apple daran hindern, das Spiel "Fortnite" aus dem App-Store zu entfernen sowie Epic-Entwicklerkonten zu sperren, erklärte Epic-Games-Chef Timothy Sweeney. Apples Schritte machten es Millionen Spielern unmöglich, "Fortnite" weiter zu spielen, da sie sich keine Updates mehr herunterladen könnten. Das Überlebensspiel "Fortnite", bei dem man gegen Monster kämpft, hat etwa 350 Millionen registrierte Nutzer.

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App-Store-Abgaben

Die beiden Konzerne streiten um die Abgaben, die App-Macher an die großen Betriebssystem-Entwickler Apple und Google zahlen müssen, wenn sie im App-Store oder Google Play Store präsent sein wollen. Dies eskalierte, als Epic in die jüngste "Fortnite"-Spieleversion eine alternative Zahlvariante integrierte, um die Gebührenabgabe an Apple und Google zu umgehen. Daraufhin entfernte Apple das Spiel aus seinem App-Store, worauf Epic mit mehreren Klagen gegen die Zahlungspolitik von Apple antwortete.

Epic zufolge droht der iPhone-Konzern nun auch damit, alle Entwickler-Konten von Epic Games zu sperren, was weitreichende Folgen für das Geschäft hätte. Denn Epic verkauft auch die Spieleentwickler-Plattform Unreal Engine, die anderen Spieleentwicklern bei der 3D-Gestaltung hilft. Unreal Engine wird in zahlreichen Spielen verwendet und auf diverse Betriebssysteme und Spielkonsolen übertragen.

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Apple reagiert gelassen

Apple erklärte, der Streit lasse sich schnell beilegen. Epic müsse lediglich ein Update hochladen, in dem Nutzer den Apple-Richtlinien zustimmen.

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