Ideal für iOS-Geräte

Neues Apple TV im oe24.at-Test

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Die kleine schwarze Box bietet mehr, als man ihr zutrauen würde.

Apple-Chef Tim Cook hat bei der Keynote am 7. März nicht nur das neue iPad , sondern auch das neue Apple TV präsentiert . Die Set-Top-Box zum Anschluss an TV-Geräte wurde zwar deutlich kleiner (9,8 x 9,8 x 2,3 cm), legte bei der Ausstattung aber ordentlich zu. So wurde etwa das größte Manko ihres Vorgängers gleich ausgemerzt: Die neue Streaming-Box überträgt nun nämlich erstmals FullHD-Videos (1080p). Bisher wurden nur welche mit 720p (HD-Auflösung) an das Fernsehgerät weitergegeben. Ein flotterer A5-Prozessor und der Arbeitsspeicher von 512 MB sorgen für ruckelfreie Übertragung. Was das Gerät sonst noch kann, haben wir uns in den letzten zwei Wochen genauer angesehen.

Fotos vom Apple TV 2012

Die neue Set-Top-Box ist nur 9,8 x 9,8 x 2,3 cm groß und braucht deshalb nur äußerst wenig Platz.

Anschlussmöglichkeiten: HDMI, optischer Ausgang und Ethernet. Die Box unterstützt aber auch WLAN.

Das neue Interface ist äußerst übersichtlich gestaltet.

Von iOS-Geräten lassen sich Videos, Fotos oder Spiele via Airplay drahtlos überzeugen.

Die Fernbedienung gehört zum Lieferumfang, ein HDMI-Kabel leider nicht.

Einfache Inbetriebnahme
Die Installation bzw. das Anschließen gestaltet sich kinderleicht. Man muss nur den Netzstecker anschließen und die Box über ein HDMI-Kabel, das leider nicht im Lieferumfang enthalten ist, an den Fernseher anschließen. Eine zusätzliche Audioanlage kann nur über einen optischen Ausgang angeschlossen werden. Ein USB-Anschluss, mit dem externe Festplatten integriert werden könnten, ist leider nicht vorhanden. Ist das Anschließen erledigt, hat man die Wahl, ob man Apple TV via WLAN oder Ethernet-Anschluss ins Heimnetzwerk integrieren will. Im Test haben wir die Box über WLAN eingebunden. Beim erstmaligen Einschalten muss man nur noch den Code für die WLAN-Verschlüsselung eingeben. Dies geschieht über die mitgelieferte Fernbedienung. Diese ist zwar äußerst leicht und handlich, hat aber keine Buchstaben- oder Nummern-Tasten. Man muss sich also mit dem Steuerkreuz durchs Alphabet kämpfen. Dies geht aber ziemlich flott.

Übersichtliche Oberfläche
Dann fällt sofort das neue, aufgeräumte Interface auf. Es werden nur einige Icons eingeblendet, die alle Funktionen abdecken. Außerdem hat Apple offenbar Platz für weitere Anwendungen/Apps gelassen, die in Zukunft kommen könnten. Das aktuelle Angebot ist sehr überschaubar. Interessant sind vor allem Youtube, Flickr und Vimeo. Weitere Anwendungen ermöglichen etwa das Ansehen von Trailern oder Baseballspielen. Außerdem kann man sich mit der Box ein großes Angebot von Internet-Radios ins Wohnzimmer holen.

Am wichtigsten ist aber die Möglichkeit, Filme (Menüpunkt "Movies") anzusehen. Das funktioniert ähnlich wie am Computer, iPad oder iPhone. Im Store steht eine große Auswahl an aktuellen und älteren Streifen parat. Die Filme kann man leihen oder kaufen. Die Preise hängen von der Aktualität ab. Leider sind hierzulande noch keine Serien im Angebot. Das könnte sich in Zukunft aber ändern. Die Wiedergabe von Filmen funktioniert selbst in FulllHD-Qualität einwandfrei. Im Test kam es nie zu einem Ruckeln. Nervende Wartezeiten gibt es ebenfalls nicht. Das Abspielen von Podcasts aus iTunes wird natürlich ebenfalls untestützt. Aufgrund der riesigen Auswahl kommt hierbei nicht so schnell Langeweile auf.

Gelungene Einbindung von iOS-Geräten
Neben der Film-Wiedergabe hat Apple TV noch weitere Highlights im Programm. Zumindest dann, wenn man ein iPad oder iPhone sein Eigen nennen kann. Via Airplay lassen sich nämlich Fotos, Videos und Filme vom iOS-Gerät direkt und drahtlos an die Box senden und erscheinen dann in Echtzeit auf dem Fernseher. Dafür muss man nur Airplay an beiden Geräten aktivieren und einen Code festlegen. Das Ganze dauert maximal zwei Minuten. Wir haben im Test einen kompletten Film vom iPad 2 über WLAN (Airplay) an die Box geschickt. Auch hier gab es kein Ruckeln. Weiters kann man auch den Bildschirm des iPad oder iPhones auf dem Fernseher einblenden. Auch das funktioniert kinderleicht. Genau wie die Übertragung von Spielen. Hier machen vor allem Rennspiele am Fernseher einen großen Spaß.

Im App Store gibt es zusätzlich eine Remote-Control-App, die aus dem iOS-Gerät eine Fernbedienung für die Set-Top-Box macht. Dann wird auch, die oben genannte, etwas mühsame Eingabe von Wörtern (z.B.: wenn man ein Youtube-Video sucht) zum Kinderspiel.

iCloud und Privatfreigabe
Dank iCloud-Anbindung kommen auch die in der "Wolke" gespeicherten Daten auf den Fernseher. So kann man beispielsweise eigene Fotos auch dann am Fernseher ansehen, wenn gerade kein anderes Gerät mit der Box gekoppelt ist. Hier holt sich der schwarze Kasten die Daten aus Apples Cloud-Speicher. Wenn man am Rechner (PC oder Mac) die Privatfreigabe für iTunes aktiviert (Einstellungsmenü), kommt die gesamte Video-, Musik- und Fotosammlung kabellos auf den Fernseher. Dies funktioniert aber nur, so lange der Computer eingeschaltet ist. Beim Abspielen von Musik kann eine Diashow mit den eigenen Fotos eingeblendet werden.

Pro und kontra
Abschließend kann man sagen, dass das neue Apple TV deutlich besser ist, als sein Vorgänger. Am besten hat uns die einfache Einbindung von iOS-Geräten gefallen. Ein weiterer Pluspunkt ist das relativ große iTunes-Filmangebot. Leider sind die Inhalte nicht ganz billig. Komfortabler als in die Videothek zu gehen, ist das Streamen aber allemal. Dank FullHD-Unterstützung müssen auch bei der Qualität keine Abstriche gemacht werden. Negativ aufgefallen sind das fehlende HDMI-Kabel, die wenigen Anschlussmöglichkeiten (nur HDMI und optischer Audioausgang) und das relativ geringe Angebot an Apps. Weitere Anwendungen wie etwa Spotify kann man nicht eigenhändig hinzufügen. Weiters wäre es schön, wenn man - wie bei anderen Streaming-Boxen - eine externe Festplatte mit der eigenen Videosammlung anschließen könnte. Außerdem wäre ein integrierter Internet-Browser nett. Surfen kann man zwar auch über den Computer, dennoch wäre es manchmal praktisch, wenn man direkt über die Streaming-Box Internetseiten aufrufen könnte.

Kosten
Der Preis von 109 Euro liegt exakt auf dem Niveau des Vorgängers und ist angesichts der Leistung durchaus gerechtfertigt. Vor allem Filmfans und Besitzer von iOS-Geräten kommen mit dem neuen Apple TV voll auf ihre Kosten.

Fotos vom Test des neuen iPad

Fotos vom Test des neuen iPad

Optisch gibt es nur marginale Unterschiede zum iPad 2. Liegen beide Geräte nebeneinander,...

....sind sie (neues iPad rechts) quasi nicht zu unterscheiden. Das liegt auch daran, dass sich an den Abmessungen (241 x 185 mm) nichts verändert hat.

Das neue Gerät (oben) ist nur minimal dicker (0,6 mm) und...

...verfügt über eine etwas größere Kameralinse.

Um die beeindruckende Auflösung (2.048 x 1.536 Px; 3.1 Millionen Bildpunkte) dieses Displays verstehen zu können, muss man es persönlich erlebt haben. Hier kommen selbst neueste FullHD-Fernseher bei der Darstellungsqualität von Videos nicht mit.

Ebenso beeindruckend ist die Darstellung von Texten. So scharf dargestellte Schriftzeichen gab es bisher auf keinem Computerbildschirm. Und das bleibt...

...auch so, wenn man den Text ganz heranzoomt.

Die virtuelle Tastatur kennen wir bereits von der zweiten Generation. Auf Wunsch ist sie...

...teilbar. Dann kann das iPad mit zwei Händen gehalten und mit den Daumen bedient werden.

Die neue Diktierfunktion ist sehr praktisch.

Die Funktion muss zuerst aktiviert werden. Dies geschieht im Menü Einstellungen – Allgemein – Tastatur.

Dann erscheint die Zusatztaste links neben der Leertaste. Wenn man auf sie drückt,...

...kann man dem iPad Sätze oder Wörter diktieren und es wandelt sie in Schrift um.

Der stärkere Akku macht sich ebenfalls bezahlt. Trotz der gesteigerten Performance ist nach wie vor eine Laufzeit von rund 10 Stunden problemlos möglich (wie beim iPad 2). Die Batterieanzeige geht selbst unter Volllast nur in Minischritten zurück.

Der neue Vierkern-Grafik-Chip arbeitet deutlich schneller. Das macht sich vor allem...

...beim Abspielen von FullHD-Vidoes bemerkbar.

Aufwendige Spiele laufen ebenfalls flüssig. Klassiker wie Angry Birds machen jedoch genauso viel Spaß.

Der Kartenfunktion kommt die verbesserte Auflösung ebenfalls zugute. Genau wie diversen Apps...

...von Zeitungen und Co.

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Fotos vom Apple TV 2012

Die neue Set-Top-Box ist nur 9,8 x 9,8 x 2,3 cm groß und braucht deshalb nur äußerst wenig Platz.

Anschlussmöglichkeiten: HDMI, optischer Ausgang und Ethernet. Die Box unterstützt aber auch WLAN.

Das neue Interface ist äußerst übersichtlich gestaltet.

Von iOS-Geräten lassen sich Videos, Fotos oder Spiele via Airplay drahtlos überzeugen.

Die Fernbedienung gehört zum Lieferumfang, ein HDMI-Kabel leider nicht.

Fotos vom Test des neuen iPad

Optisch gibt es nur marginale Unterschiede zum iPad 2. Liegen beide Geräte nebeneinander,...

....sind sie (neues iPad rechts) quasi nicht zu unterscheiden. Das liegt auch daran, dass sich an den Abmessungen (241 x 185 mm) nichts verändert hat.

Das neue Gerät (oben) ist nur minimal dicker (0,6 mm) und...

...verfügt über eine etwas größere Kameralinse.

Um die beeindruckende Auflösung (2.048 x 1.536 Px; 3.1 Millionen Bildpunkte) dieses Displays verstehen zu können, muss man es persönlich erlebt haben. Hier kommen selbst neueste FullHD-Fernseher bei der Darstellungsqualität von Videos nicht mit.

Ebenso beeindruckend ist die Darstellung von Texten. So scharf dargestellte Schriftzeichen gab es bisher auf keinem Computerbildschirm. Und das bleibt...

...auch so, wenn man den Text ganz heranzoomt.

Die virtuelle Tastatur kennen wir bereits von der zweiten Generation. Auf Wunsch ist sie...

...teilbar. Dann kann das iPad mit zwei Händen gehalten und mit den Daumen bedient werden.

Die neue Diktierfunktion ist sehr praktisch.

Die Funktion muss zuerst aktiviert werden. Dies geschieht im Menü Einstellungen – Allgemein – Tastatur.

Dann erscheint die Zusatztaste links neben der Leertaste. Wenn man auf sie drückt,...

...kann man dem iPad Sätze oder Wörter diktieren und es wandelt sie in Schrift um.

Der stärkere Akku macht sich ebenfalls bezahlt. Trotz der gesteigerten Performance ist nach wie vor eine Laufzeit von rund 10 Stunden problemlos möglich (wie beim iPad 2). Die Batterieanzeige geht selbst unter Volllast nur in Minischritten zurück.

Der neue Vierkern-Grafik-Chip arbeitet deutlich schneller. Das macht sich vor allem...

...beim Abspielen von FullHD-Vidoes bemerkbar.

Aufwendige Spiele laufen ebenfalls flüssig. Klassiker wie Angry Birds machen jedoch genauso viel Spaß.

Der Kartenfunktion kommt die verbesserte Auflösung ebenfalls zugute. Genau wie diversen Apps...

...von Zeitungen und Co.

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