knol

Wikipedia-Konkurrent

Google präsentiert Internet-Enzyklopädie Knol

Anders als bei Wikipedia können Nutzer bei Knol mit ihrem Wissen bares Geld verdienen.

Google hat nach einem siebenmonatigen Testlauf seine neue Internet-Enzyklopädie Knol der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf der neuen Wissensplattform können Nutzer Artikel veröffentlichen und wenn gewünscht auch Werbung auf der Seite zulassen. Der Autor und Google teilen sich dann die eventuellen Einnahmen. Knol - der Name spielt auf das englische Wort für "Wissen", Knowledge, an - gilt als Antwort Googles auf Marktführer Wikipedia.

Angesichts der Werbemöglichkeit wird erwartet, dass die Nutzer häufiger über kommerzielle Themen schreiben statt über akademisches Expertenwissen. Google will die Artikel nicht auf ihre Richtigkeit prüfen, sondern verlässt sich auf die Einschätzungen der Leser, die die Texte bewerten sollen.

Man betrachte Knol nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu Wikipedia, sagte Google-Produktmanager Cedric Dupont. Die Nutzer könnten schließlich das Expertenwissen auf Knol verwenden, um Artikel auf Wikipedia zu verbessern. Unter den ersten Artikeln auf Knol, das vorerst nur in englischer Sprache verfügbar ist, waren eine Abhandlung eines Professors zu Darmbeschwerden und Ratschläge für Rucksacktouren eines Softwaren-Entwicklers von Google.

Link: knol.google.com

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