EADS Drohne

Stellenabbau

EADS-Chef: Kündigungen nicht ausschließen

Ohne weitere Eurofighter-Aufträge noch mehr Jobs in Gefahr.

Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern EADS will beim geplanten Abbau von 5.800 Stellen betriebsbedingte Kündigungen nicht völlig ausschließen. "Wir werden alles tun, um das zu verhindern", sagte Konzernchef Tom Enders in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der französischen Tageszeitung "Liberation". Versprechen wollte er den Verzicht auf Zwangsentlassungen aber nicht.

Laut Enders sollen Mitarbeiter in einem ersten Schritt Angebote bekommen, das Unternehmen freiwillig zu verlassen oder vorzeitig in Pension zu gehen. Zudem sollen Wechselmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens angeboten werden - vor allem von der Rüstungssparte hin zum Flugzeugbauer Airbus.

Wenn der Konzern ab 2018 keine weiteren Eurofighter-Aufträge erhält, wackeln weitere Arbeitsplätze bei dem künftig unter dem Namen Airbus Group firmierenden Konzern. Bis 2017 lägen noch Bestellungen für das Kampfflugzeug vor; sollte die Auftragslage danach schlecht aussehen, werde es 2018 weitere Jobkürzungen geben müssen, warnte der Chef der neuen Sparte Airbus Defence & Space, Bernhard Gerwert, am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Der Eurofighter wird im bayerischen Manching bei Ingolstadt montiert.