Das neue Emporia Smart 4 im Test

Heimisches Smartphone

Das neue Emporia Smart 4 im Test

Wir haben uns angesehen, was das neueste Smartphone aus Österreich kann.

Wie berichtet, hat Emporia in den letzten Wochen gleich zwei neue Handys vorgestellt. Konkret handelt es sich dabei um das Tastenhandy  Simplicity  und das Smartphone  Smart 4 . Letzteres haben wir uns in den vergangenen beiden Wochen einmal genauer angesehen. Dabei gingen wir der Frage nach, was das neue Modell des oberösterreichischen Seniorenhandy-Spezialisten, der nach wie vor der einzige Handyhersteller des Landes ist, kann. Die Antwort(en) auf diese Frage lesen Sie in unserem Testbericht 

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Leistung, Display, Akku & Co.

Die Ausstattung des Smart 4 entspricht Einsteiger-Smartphones, die in diesem Segment eher oben als unten angesiedelt sind. Das heißt, es ist alles an Bord, was man für den Alltag braucht. Teure High-Tech-Features wie 3D-Gesichtserkennung oder ein hochauflösendes OLED-Display, einen superschnellen Prozessor oder Kameras, die es fast mit DSLRs aufnehmen können, darf man hingegen nicht erwarten. Das 5 Zoll HD Display (960 x 480 Px) bietet eine ordentliche Darstellungsqualität. Positiv ist der hohe Helligkeitswert, dank dem der Touchscreen auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleibt. Aufgrund der kompakten Maße (138 x 66 x 11 mm) lässt sich das Smartphone problemlos mit einer Hand bedienen. Für den Antrieb zeigen sich ein Vierkern-Prozessor (1,5 GHz) sowie 3 GB RAM verantwortlich, die ihre Sache ebenfalls gut meistern. Befehlseingaben werden durchaus rasch ausgeführt und das Öffnen von Webseiten oder Apps dauert auch keine Ewigkeit. Selbst grafisch weniger aufwendige Spiele laufen ziemlich problemlos. Mit dem 2.500 mAh Akku kommt man im Alltag rund eineinhalb Tage durch. Bei der Laufzeit machen sich die eher geringe Leistung und Auflösung also positiv bemerkbar. Weitere Pluspunkte sammelt das Smart 4 für den USB-C-Anschluss, der den Ladevorgang beschleunigt, und die Möglichkeit den Akku auszutauschen. Das gibt es bei neuen Smartphones heutzutage (leider) kaum noch. Und dass Emporia am klassischen Kopfhöreranschluss (3,5mm-Klinke) festhält, hat uns ebenfalls sehr gut gefallen. Zu den weiteren Zielgruppen-spezifischen Besonderheiten zählen die Hörgerätekompatibilität sowie der Akustikverstärker. LTE, GPS, WLAN n, Bluetooth 4.2, FM-Radio, IP54-Zertifizierung (staub- und spritzwasserfest) und Bluetooth sind ebenfalls an Bord. Die verwendeten Materialien entsprechen der Preisklasse. An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts auszusetzen. 

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Kameras 

Die Kameraausstattung ist am oberen Ende der Einsteiger-Smartphones angesiedelt. Auf der Rückseite ist eine 13 MP Hauptkamera an Bord. Die Qualität der Aufnahmen reicht locker, um sie Freunden, Kindern oder Enkeln via WhatsApp und Co. zu schicken. Insgesamt entspricht die Kameraqualität der Preisklasse. Wunderdinge darf man sich bei einem deutlich unter 200 Euro teurem Smartphone freilich nicht erwarten. Für Alltagsschnappschüsse passt die Qualität der Fotos (und Videos) jedoch allemal. Vorne verfügt das Smart 4 über eine 5-MP-Kamera, mit der man Selfies aufnehmen, oder Videochats tätigen kann. Auch hier entspricht die Qualität dem Segment. 

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Software

Das Smartphone läuft mit dem Google-Betriebssystem Android 9 - alle gängigen Apps können also aus dem Play Store heruntergeladen werden. Emporia hat für die Zielgruppe jedoch eine spezielle Ansicht entwickelt. Diese ist in drei Homescreens unterteilt und verfügt über besonders große Icons (3x3 cm). Wer das nicht haben will, kann auch den herkömmlichen Android-Launcher mit der typischen Icon-Größe wählen. Beim Smart 4 kommt eine Neuheit hinzu: Je nach Land kann das Smartphone auf Wunsch mit den wichtigsten regionalen Apps ausgeliefert werden. So können etwa in Österreich Anwendungen wie ÖBB, Westbahn, ORF, Postkarte, Willhaben, Bergfex oder auch WhatsApp vorinstalliert werden. Neben den länderspezifischen Apps sind folgende Anwendungen ab Werk vorinstalliert: E-Mail, Google Play Store, Google Maps, Wetter, Lupe, QR-Scanner, Taschenlampe, Kalender, Wecker mit Schlummerfunktion oder Übertragen der Bilder zum PC. Die NFC-Funktion erlaubt zum Beispiel kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone im Supermarkt. Bargeldloses Bezahlen wurde ja aufgrund der Coronavirus-Pandemie auch bei älteren Kunden immer beliebter.

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Notruffunktion

Zentrales Merkmal aller Geräte des heimischen Seniorenhandy-Spezialisten ist der integrierte Notrufknopf. Bei Nichtgebrauch kann dieser auch deaktiviert bzw. - wie beim Testgerät - mit einem speziellen Cover (im Lieferumfang enthalten) verdeckt werden. Beim Smart 4 ist dieser in Herzform ausgeführte Button auf der Rückseite unter der Hauptkamera integriert. Ist der Knopf aktiv und wird gedrückt, werden bis zu fünf Notrufnummern automatisch hintereinander angerufen. Hier kann man beispielsweise die Nummern von Kindern, Freunden und der Rettung speichern. Zudem wird auf Wunsch an die hinterlegten Notrufnummern eine SMS gesendet. Die Notfall-Anrufe werden über den "Herz"-Button auf der Rückseite gestartet. Weitere Schritte sind nicht notwendig. Man muss das Handy also nicht vorab entsperren, etc. Dank dieser Funktion konnten in der Vergangenheit bereits mehrere Menschenleben gerettet werden.

>>>Nachlesen:  Emporia greift mit dem neuen Smart4 an

Fazit

Emporia hat mit dem Smart 4 einmal mehr ein Smartphone entwickelt, das der eigenen Zielgruppe bestens gerecht wird. Das Gerät ist sehr gut verarbeitet und bietet eine solide Ausstattung, umfangreiches Zubehör und zahlreiche auf die Zielgruppe zugeschnittene Funktionen - von den großen Icons über die Hörgerätekompatibilität bis hin zum (lebensrettenden) Notfallknopf. Mit einem Preis von 169 Euro (UVP) bietet das Smartphone zudem ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Hierzulande kommt noch der Heimvorteil als Pluspunkt hinzu.



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