Microsoft-Tablet Surface Go im Test

Neuer iPad-Gegner

Microsoft-Tablet Surface Go im Test

Microsoft hat am Dienstag (28. August) den Verkauf des Surface Go gestartet. Wir konnten das neue Einstiegs-Tablet, das unter anderem das günstigste iPad angreift, in den vergangenen beiden Wochen bereits testen. Dabei machte es eine ordentliche Figur und ist vor allem für all jene interessant, die nicht auf Windows verzichten wollen oder können.

Mehrere Varianten

Das Surface Go ist in mehreren Varianten erhältlich. Kunden können zwischen 4 und 8 GB RAM, sowie zwischen 64 GB (eMMC-Flash-Chip) und 128 GB (echte SSD) Speicher wählen. Die günstigste Variante kostet 449 Euro, das Top-Modell schlägt mit 599 Euro zu Buche. Später schickt Microsoft auch noch LTE-Varianten ins Rennen. Aktuell ist das Tablet nur als WLAN-Variante erhältlich. Zum Vergleich: Huawei verlangt für sein MediaPad M5, das mit Android läuft, 399 Euro. Bei Privatanwendern ist Windows 10 Home S vorinstalliert. Hier müssen im Vergleich zur "echten" Home-Variante leichte Abstriche in Kauf genommen werden. Bei unserem Testmodell mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher war - wie bei den Modellen für Firmenkunden - jedoch Windows 10 Pro vorinstalliert. Wir kamen also in den Genuss des gesamten Spektrums des Microsoft-Betriebssystems. Hier kann es im Vergleich zu Android- und iOS-Geräten ordentlich punkten. Zwar haben zuletzt auch Google und Apple bei der Software ordentlich nachgelegt, insgesamt können sie in diesem Punkt aber nicht mithalten. Vor allem dann, wenn man das Surface Go auch zum Arbeiten oder für die Schule/Uni verwendet.

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Sinnvolles (teures) Zubehör

Ist Letzteres der Fall, sind natürlich auch die mechanische Tastatur (Signature Type Cover), die Bluetooth-Maus (Mobile Mouse) und der Eingabestift (Surface Pen V4) ein großer Vorteil. Leider schlägt dieses Originalzubehör mit 110 Euro, 30 Euro und 90 Euro ordentlich zu Buche. Unser Surface-Go-Testset kam somit auf 830 Euro. Von einem echten Schnäppchen kann man dabei nicht mehr sprechen. Für das viele Geld bekommt man aber auch einiges geboten. So überzeugt das mindestens 522 Gramm schwere Tablet mit seinem edlen Metallgehäuse und pikfeiner Verarbeitung. Auch die Tastatur, die in unserem Fall auch über einen angenehmen Alcantara-Bezug verfügte, die Maus und der Eingabestift wirken sehr hochwertig. Das Andocken der Tastatur an das Tablet funktioniert ganz einfach per Magnetverschluss. Zudem verfügt das Gerät auf der Rückseite über einen ausklappbaren Ständer, der in fast jeden beliebigen Winkel fixiert werden kann.

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Display und Prozessor

Das 10-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 1.800 x 1.200 Pixel und setzt auf ein 3:2 Format. Die Darstellungsqualität ist gut, setzt aber keine Maßstäbe. Zudem wäre bei direkter Sonneneinstrahlung eine etwas höhere Helligkeit wünschenswert. Insgesamt  hinterlässt der Bildschirm aber einen guten Eindruck. Auch weil er flott auf Befehlseingaben reagiert. Auch das Schreiben und Zeichnen mit dem Surface Pen funktioniert bestens. Kein Wunder, dass Apple sein Einstiegs-iPad mittlerweile auch so aufgerüstet hat, dass es den Apple Pencil unterstützt. Denn so ein Eingabestift bietet in vielen Situationen tatsächlich einen echten Mehrwert. Im Studio Modus verwandelt sich das Surface Go so fast zu einem Notizblock bzw. Schulheft, auf dem man wie mit einem Stift oder einer Feder schreiben/zeichen kann. Der verbaute Prozessor, ein Intel Pentium Gold 4415Y (Kaby Lake), macht seine Sache ebenfalls ordentlich. Beim Testgerät standen ihm aber auch 8 GB RAM zur Seite. Bei der Grafik vertraut Microsoft auf einen Intel HD Grafikchip.

surface-go-test-960-me.jpg © oe24.at/digital

Restliche Ausstattung

Die restliche Ausstattung bietet ebenfalls alles, was man sich von einem modernen, nicht allzu teuren Tablet erwartet. So verfügt das Surface Go u.a. über zwei Kameras. Hinten bietet sie 8 MP vorne liegt die Auflösung bei 5 MP. Praktisch: Die Frontkamera unterstützt dank Biometriefunktion auch die Anmeldung mit Windows Hello per Gesichtsscan. Neben einem USB-C-Anschluss, der auch schnelles Aufladen unterstützt, sind auch NFC, eine Audio-Klinke (3,5mm), ein microSD-Kartenleser sowie ein Surface-Connect-Anschluss mit an Bord. Microsoft verspricht eine Akkulaufzeit von neun Stunden bei reiner Videowiedergabe. Wir kamen im Test - ohne ressourcenfressende Anwendungen - auf etwas über zehn Stunden. 

>>>Nachlesen:  Microsoft bringt günstigen iPad-Gegner

Fazit

Mit dem Surface Go bringt Microsoft sein erstes, relativ günstiges Windows-10-Tablet in den Handel. Vom Einstiegspreis (449 Euro) sollte man sich aber nicht blenden lassen. Denn Zubehör wir die Tastatur und die Maus sind fast ein Muss. Zudem bietet auch der Eingabestift einen echten Mehrwert. Wer sich dann noch für die Top-Variante entscheidet, ist schon deutlich über der 800-Euro-Marke - und zwar bei der reinen WLAN-Variante. Die kommenden LTE-Modelle werden noch teurer. Insgesamt ist das Surface Go aber auf alle Fälle eine Bereicherung für den Tablet-Markt. Es dürfte vor allem bei Schülern und Studierenden auf großes Interesse stoßen. Diese sind auch mit Windows Home S gut gerüstet.

>>>Nachlesen:  Neues Surface Book 2 (15 Zoll) im Test

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