Gefahren-Potenzial

Teenies nutzen Facebook ohne nachzudenken

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Europäische Teenager nutzen Social Networks ohne Risikobewusstsein.

Drei Viertel der Teenager in der EU nutzen soziale Netzwerke wie Facebook , Hyves, Tuenti, Nasza-Klasa SchuelerVZ, Hi5, Iwiw oder Myvip. Allerdings würden viele von ihnen grundlegende Sicherheitseinstellungen vernachlässigen , erklärte die EU-Kommission unter Berufung auf eine von ihr in Auftrag gegebene Umfrage am Montag.

Privatsphäreeinstellungen als Knackpunkt
Nach den Ergebnissen der europaweiten Umfrage haben 77 Prozent der 13- bis 16-Jährigen und 38 Prozent der Neun- bis Zwölfjährigen in der EU ein Profil auf der Website eines sozialen Netzes. Ein Viertel der Kinder, die soziale Netze nutzten, gebe dabei an, dass ihr Profil auf "öffentlich" eingestellt ist, also von jedermann eingesehen werden könne, teilte die EU-Kommission mit. Bei vielen Profilen würden auch Adresse und/oder Telefonnummer preisgegeben.

Gefahren
"Diese Kinder setzen sich großen Gefahren aus und sind leichte Beute für Stalking und Grooming", erklärte die für digitale Medien zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes. "Alle Betreiber sozialer Netze sollten daher umgehend dafür sorgen, dass die Profile Minderjähriger grundsätzlich nur für ihre bestätigten Kontakte zugänglich und für Suchmaschinen nicht erreichbar sind."

Österreich über EU-Schnitt
Die meisten Nutzer sozialer Netzwerke unter Kindern und Jugendlichen verzeichnen die Niederlande. Dort pflegen 70 Prozent der bis zu Zwölfjährigen und 87 Prozent der bis zu 16-Jährigen ihre Kontakte im Netz. In Österreich beträgt der Anteil 41 bzw. 79 Prozent und liegt damit knapp über dem EU-Durchschnitt. In Frankreich nutzt nur ein Viertel der Kinder ein soziales Netzwerk, bei den Jugendlichen sind es immerhin 82 Prozent.

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