Mio. Facebook-User mit Sex-App ausspioniert

Wieder von Cambridge Analytica

Mio. Facebook-User mit Sex-App ausspioniert

Daten von Freunden der Quiz-Teilnehmer ebenfalls abgegriffen. 

Zuletzt gestand Facebook ein, dass womöglich noch weitere Apps von Drittanbietern Daten von Nutzern und deren Freunden  abgegriffen haben könnten . Und nun scheint sich diese Annahme zu bestätigen. Und auch bei dieser Datenaffäre steht wieder die Analysefirma  Cambridge Analytica , die bereits für den ersten großen Skandal mit bis zu 87 Millionen betroffenen Facebook-Nutzern sorgte, im Mittelpunkt. Dieses Mal könnte es noch deutlich mehr Betroffene geben.

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Von weiteren „Umfragen“ deutlich mehr Nutzer betroffen

So packte nun Brittany Kaiser, eine Ex-Mitarbeiterin von Cambridge Analytica, in einem Schreiben vor dem britischen Parlament aus. In dem Dokument gibt die Whistleblowerin an, dass Cambridge Analytica bei Facebook-Nutzern viele weitere Umfragen mit Apps oder Quizzen durchgeführt habe. Die abgegriffenen Daten sollen die 87 Millionen Nutzer, deren Daten über die App "This is Your Digital Life" missbräuchlich verwendet wurden, deutlich übersteigen. Das bestätigte Kaiser auch dem Guardian.

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Daten über Quiz „Sex-Kompass“ abgegriffen

Besonders viele Nutzerdaten sollen über das Quiz „Sex-Kompass“ abgegriffen worden sein. Auch hier sollen nicht nur die Umfrageteilnehmer, sondern auch deren Freunde, die das Quiz gar nicht gemacht haben, betroffen sein. Daraus resultiert auch die immense Anzahl an Betroffenen. Das war schon bei "This is Your Digital Life" so, wie das Beispiel anhand von Österreich zeigt. Hierzulande nutzten nur 13 Facebook-Nutzer die App, dennoch gab es über 33.500 betroffene User. Die App griff nämlich auch die Daten von allen Freunden der 13 Nutzer ab.

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Weiterer Aufklärungsbedarf

Wie viele Facebook-Nutzer von den neuen Enthüllungen betroffen sind, steht derzeit nicht fest. Laut Kaiser dürften es jedoch viele Millionen sein. Das soziale Netzwerk hat also weiterhin großen Aufklärungsbedarf. Da ist es nur richtig, dass die EU Facebook-Chef Mark Zuckerberg ebenfalls befragen möchte. Vor dem US-Kongress musste er ja in der Vorwoche  gleich zweimal aussagen .

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Externer Link

Schreiben von Brittany Kaiser (PDF-File)



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