IFA-Neuheiten

Günstige 3D-Drucker für den Hausgebrauch

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Erschwingliche Geräte sollen die Verbreitung der Technik vorantreiben.

Egal ob Backformen, ein Mini-Eiffelturm oder eine Handyhülle: Mit 3D-Druckern für den Hausgebrauch soll jeder seine kreativen Ideen in Plastik verwandeln können. Das versprechen zumindest die Hersteller. Auf der Internationalen Funkausstellung ( IFA ) in Berlin (2. bis 7. September 2016) präsentieren sie ihre Neuheiten rund um das Drucken mit Kunststoff. Die neuen Geräte sollen die nach wie vor eher schleppend laufende Verbreitung von 3D-Druckern ordentlich vorantreiben.

Wie funktioniert ein 3D-Drucker?

Zunächst einmal ist vom gewünschten Objekt eine dreidimensionale digitale Vorlage nötig, die der Drucker verarbeiten kann. Die meisten für Zuhause geeigneten Geräte arbeiten so, dass der Kunststoff von einer Spule kommt, im Gerät geschmolzen und dann mit einer Düse auf die Druckerplatte aufgetragen wird. So entsteht Schicht für Schicht die Wunschfigur. Je nach Feinheit kann das Drucken mehrere Minuten bis Stunden dauern. Die maximale Größe der Figuren liegt bei den meisten Modellen zwischen 10 und 20 Zentimetern Kantenlänge.

Was kostet ein 3D-Drucker?

Es kommen immer mehr Modelle für Heimanwender auf den Markt. Lagen die Preise für diese Drucker lange Zeit im Bereich mehrerer tausend Euro, sind sie mittlerweile deutlich gesunken. Manches Modell gibt es für weniger als 500 Euro.

Welches Zubehör brauche ich?

Zum Drucker kommen Scanner oder eine geeignete Software, um Vorlagen entwerfen zu können. Zudem wird natürlich Material für den Drucker selbst benötigt - das ist häufig sogenanntes Filament, das meist auf Spulen geliefert wird. Dabei gibt es eine große Auswahl an Filamenten. Einfache Kunststoff-Filamente findet man ab 20 Euro pro Kilo. Es gibt aber auch schwer entflammbare Filamente, Filamente aus Bio-Kunststoff oder Filamente, die unter UV-Strahlung die Farbe wechseln - alles entsprechend teurer. Außerdem können manche Drucker auch Metall verarbeiten - oder sogar Schokolade. Doch Vorsicht: Nicht jeder Drucker arbeitet mit jedem Material.

Muss ich für die Druckvorlage programmieren können?

Programmierkenntnisse sind nicht mehr unbedingt gefragt, es gibt sogar kostenlose Editoren im Internet, mit denen man digitale Figuren per Mausklick erschaffen kann. Alternativ gibt es auf Plattformen und Foren im Internet viele Vorlagen zum Herunterladen. Wer einfach nur eine Kopie eines Gegenstands haben möchte, kann dafür spezielle Scanner benutzen. Sie tasten das gewünschte Objekt mit Licht ab und erstellen automatisch ein computergestütztes Abbild.

"Die Auflösung der Scanner ist meist so gut, dass man da nichts mehr nachbearbeiten muss", erklärt Wolfgang Tunze, der auf der IFA den TechWatch-Bereich mit neuen technologischen Innovationen organisiert. Wer nicht nur kopieren, sondern auch selbst kreativ werden möchte, braucht spezielle Software dafür.

Wer hat am meisten Freude an 3D-Druckern?

Die Geräte seien nach wie vor eher etwas für Tüftler, meint Tunze. Man brauche Geduld und müsse viel ausprobieren - nur selten gelinge die Wunsch-Kreation auf Anhieb. Besonders für technikaffine Kinder könnten die 3D-Drucker spannend sein. Einer Umfrage des Verbands für Unterhaltungselektronik gfu zufolge denkt bereits jeder fünfte Deutsche über den Kauf eines 3D-Druckers nach.

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