Nintendos neuer Handheld 3DS im Test

3D-Effekt ohne Brille

Nintendos neuer Handheld 3DS im Test

Mobile Spielekonsole kommt am 25. März. Wir konnten sie schon testen.

Mit seinem neuen Handheld 3DS , das am 25. März zum Preis von 249 Euro in den österreichischen Handel kommt, verspricht Nintendo 3D ohne Brille. Am Freitagabend gab es bei einer Präsentation in Wien die Möglichkeit, einen ersten Eindruck von der Mobilkonsole mit Spezialbildschirm zu bekommen - wir waren für Sie mit dabei.

Mit dem 3DS will der japanische Spielehersteller gegen die steigende Smartphone-Konkurrenz und den sinkenden Umsatz antreten. Gelingen soll das Unterfangen zudem mit insgesamt 13 Spielen zum Verkaufsbeginn - sowohl von Nintendo selbst als auch von renommierten Spieleherstellern wie Capcom, Ubisoft oder Konami.

Diashow: Nintendo 3DS im ersten Test

Die 3DS besitzt zwei Bildschirme, von denen der obere den regelbaren 3D-Effekt aufweist. Auch eine 3D-Kamera, Beschleunigungs- und Bewegungssensor und WLAN sind mit an Bord.

Bei der Präsentation in Wien war der Andrang riesig.

Vor dem Test wurden alle Funktionen ausgiebig vorgestellt.

Alle Bedienelemente sind optimal angeordnet und erklären sich von selsbst.

"Nintendo ist als ein Unternehmen bekannt, das sich vor allem mit dem Konsumenten beschäftigt und nicht nur mit Technologie allein", sagte Andreas Stadlbauer, Geschäftsführer des österreichischen Nintendo-Vertriebspartners Stadlbauer.

Der 3D-Effekt selbst war durchaus beeindruckend, aber bei jedem Spiel von unterschiedlicher Qualität. Zunächst kann man sich wenig darunter vorstellen,...

...doch wenn man die Konsole selbst in Händen hält und die Inhalte ohne Brille in der dritten Dimension sieht, kann man sagen, dass Nintendo die Aufgabe hervorragend gelöst hat.

Am unteren Touchpad (mit 3 Zoll etwas kleiner) kann man die Spiele per Pen (Eingabestift) bedienen. Hier ist es jedoch erforderlich, dass das Touchpad ideal zentriert ist, denn ansonsten fällt das Zielen, etc. sehr schwer.

Nichts für Kleinkinder
Nintendo empfiehlt, dass Kinder unter sechs Jahren auf den 3D-Effekt des Gerätes verzichten , da er das Sehvermögen beeinträchtigen könne - Eltern sollen die 3D-Funktion daher in diesem Fall abschalten. Der 3D-Effekt kann mit einem Regler rechts neben dem oberen Bildschirm verstellt werden, was auch notwendig ist, da zum einem Spieler unterschiedlich stark auf den Effekt reagieren und zum anderen jedes Spiel diesen auf unterschiedlich Weise nutzt.

Testeindruck
Man muss zudem erst seinen idealen Blickwinkel finden, damit man in den vollen Genuss der dritten Dimension kommt. Wie lange man diesen ohne Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Unwohlsein, wie man sie von 3D-Filmen kennt, durchhält, war im Kurztest nicht festzustellen. Der 3D-Effekt selbst war aber durchaus beeindruckend, aber bei jedem Spiel von unterschiedlicher Qualität. Zunächst kann man sich wenig darunter vorstellen, doch wenn man die Konsole selbst in Händen hält und die Inhalte ohne Brille in der dritten Dimension sieht, kann man sagen, dass Nintendo die Aufgabe hervorragend gelöst hat. Mit der Zeit gewöhnt man sich an den Effekt und wird erst wieder daran erinnert, wenn man ihn zur Überprüfung kurzzeitig abstellt. Die Tiefendarstellung ist auf dem relativ kleinen Display (3,5 Zoll) enorm. So könnte der Plan des Herstellers, neue Kunden für sich zu gewinnen (trotz des hohen Preises), durchaus aufgehen. Alle Bedienelemente wurden ideal angeordnet und liegen gut zur Hand. Am unteren Touchpad (mit 3 Zoll etwas kleiner) kann man die Spiele per Pen (Eingabestift) bedienen. Hier ist es jedoch erforderlich, dass das Touchpad ideal zentriert ist, denn ansonsten fällt das Zielen, etc. sehr schwer. Das Steuerkreuz  und der darüber angeordnete Analog-Stick (beide links neben dem unteren Bildschirm) bieten ein gutes Feedback. "Schultertasten" erleichtern die Befehlseingabe (Schießen, Schlagen, etc.) zusätzlich. Das gesamte Gerät wirkt hervorragend verarbeitet und hochwertig. Wenn man während des Spiels auf den Home-Button drückt, kommt man automatisch ins Hauptmenü. Der aktuelle Spielstand wird dabei gespeichert und man kann danach wieder an exakt jener Stelle weiterspielen, an welcher man zuvor aufgehört hat.

3D-Kamera, WLAN und Sensoren
Wie Gerald Kossär, Marketing-Manager, bei der Präsentation untermauerte, setzt Nintendo mit dem 3DS auf ein Gerät, das "wieder technisch etwas bietet, was sonst noch keiner hat". Das umfasst beim 3DS, der wie sein Vorgänger zwei Bildschirme besitzt, von denen der obere den regelbaren 3D-Effekt aufweist, unter anderem eine 3D-Kamera, einen Beschleunigungs- und einen Bewegungssensor und WLAN-Funktionen. Mit der integrierten 3D-Kamera (auf der Rückseite) mit zwei Linsen kann man dreidimensionale Fotos machen, die man ebenfalls am Display betrachten kann.

StreetPass und SpotPass
Mit dem Gimmick "StreetPass" wird der 3DS zudem zu einer Art soziales Netzwerk, wenn man will. Ein LED signalisiert die Datenaustausch-Bereitschaft eines anderen 3DS-Besitzers, die bis zu einem Abstand von 30 Metern automatisch funktioniert. Hier kann man sowohl seinen virtuellen Avatar namens Mii als auch Spielstände austauschen und bei manchen Games natürlich auch gegeneinander spielen. Der "SpotPass" richtet sich hingegen auf Hotspots und bietet so etwa die Möglichkeit, mit der 3DS Nachrichten oder kleine Filme zu empfangen - ein bisschen Smartphone ist die 3DS dann also doch.

Technik soll nicht alles sein
"Nintendo ist als ein Unternehmen bekannt, das sich vor allem mit dem Konsumenten beschäftigt und nicht nur mit Technologie allein", sagte Andreas Stadlbauer, Geschäftsführer des österreichischen Nintendo-Vertriebspartners Stadlbauer. Der bisherige Erfolg von Nintendo sei es, dass man nicht auf Zielgruppen fokussiere, sondern die Familie im Mittelpunkt habe. Der 3D-Effekt hat den Nachteil, dass man ihn ohne das Gerät medial nicht vermitteln kann. "Es ist für uns eine gewisse Herausforderung", so Stadlbauer auf dieses Vermarktungsproblem angesprochen, "wir werden versuchen, möglichst viele Menschen mit dem 3DS spielen zu lassen." Geplant ist, dass man das Gerät besonders offensiv in der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Konkurrenz
Sony hat auf die neue Handykonkurrenz reagiert und seine tragbare Konsole PSP Go inzwischen mit dem "Xperia Play" sozusagen mit einem Smartphone gekreuzt. Der PSP-Nachfolger NGP kommt erst Ende des Jahres auf den Markt. Für Nintendo sei dies keine Option, so Gerald Kossär, Marketing-Manager.

Lieferumfang
Neben der Konsole beinhaltet das Starterpaket kleine Spiele, eine Dockingstation, Augmented Reality Karten und den Eingabestift. Der 3DS ist ab 25. März in den Farben Blau oder Schwarz zu haben.



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