Sonos Arc im Test: Kino-Sound fürs Wohnzimmer

Neue Soundbar vorab getestet

Sonos Arc im Test: Kino-Sound fürs Wohnzimmer

Die Soundbar kann fast auf ganzer Linie überzeugen, hat aber auch ein Handicap.

Vor wenigen Wochen hat Sonos mit der  Arc  eine neue Highend-Soundbar vorgestellt. Am 10. Juni 2020 kommt sie in den Handel. Highlight des Geräts ist die Unterstützung der Dolby-Atmos-Technologie. Wir konnten den Newcomer bereits ausgiebig testen. Wie sich die Arc dabei geschlagen hat, lesen Sie in den folgenden Absätzen.

© oe24.at/digital

Eindruck und Installation

Der erste Eindruck konnte uns schon einmal überzeugen.  Sonos  bietet die neue Soundbar in mattem Schwarz oder mattem Weiß an. Uns wurde ein weißes Testmodell zur Verfügung gestellt. Die Arc sieht sehr edel aus, setzt auf hochwertige Materialien und ist hervorragend verarbeitet. Bei dieser Preisklasse darf man sich das aber auch erwarten. Mit einer Länge von 114 cm sollte der Fernseher schon eher groß sein (ab 55 Zoll), damit sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Zur direkten Bedienung gibt es drei Sensortasten an der Oberseite. Im Normalfall erfolgt die Steuerung jedoch per App oder Sprachassistent (Alexa oder Google Assistant). Für Apple-User ist AirPlay2 mit an Bord. Vorne mittig ist eine kleine LED platziert. Auf der Rückseite gibt es eine kompakte Aussparung für die Anschlüsse (Netzteil, HDMI und LAN). Die Installation erfolgt denkbar einfach. Man muss die Arc lediglich per HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbinden, an den Strom anschließen und sie ins Heimnetzwerk integrieren. Wer bereits ein Sonos-Gerät hat und die App nutzt, kann die Soundbar seinem aktuellen Konto hinzufügen. Ansonsten muss man sich einen neuen Account erstellen. Das nimmt rund fünf Minuten in Anspruch.

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Sound im Lautsprechermodus

Für den ersten Soundcheck haben wir die Arc einfach als Lautsprecher verwendet und Lieder von diversen Streaming-Diensten (Spotify, Apple und Google) und eigenen Alben vom Smartphone abgespielt. Im Stereo-Modus ist der Sound einfach fantastisch. Hier macht sich die üppige Ausstattung voll und ganz bezahlt – die Soundbar verfügt u.a. über 11 Lautsprecher, die alle von einem eigenen Digitalverstärker angetrieben werden. Der Klang ist derart klar, dass bei eigentlich bekannten Songs plötzlich Details hörbar werden, die bisher nicht aufgefallen sind. Der Bass kommt ebenfalls bestens rüber. Der räumliche Eindruck verfliegt erst dann leicht, wenn man sich weiter von der Arc entfernt. Als Stereo-Lautsprecher kann sie also auf ganzer Linie überzeugen.

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Top-Sundbar mit Handicap bei älteren TVs

Bei ihrer Hauptaufgabe – Soundbar für einen Fernseher – trifft das nur teilweise zu. Daran ist die Arc aber nur zum Teil schuld. Denn die beworbene Dolby-Atmos-Technologie funktioniert nur in Kombination mit ziemlich neuen Fernsehern. Sonos hat sich bei dem Gerät nämlich (leider) einen zweiten HDMI-Anschluss gespart. Während man bei den meisten Soundbars, die mit Dolby Atmos ausgestattet sind, zuerst das Ausgangsgerät (Blu-ray-Player, Apple TV, Fire TV, etc.) per HDMI an die Soundbar anschließt und den Fernseher mit einem weiteren HDMI-Kabel mit der Soundbar verbindet, funktioniert das bei der Arc nicht. Hier wird die Ausgangsbox an den Fernseher angeschlossen und das Tonsignal von dort an die Soundbar gereicht. Ansonsten ist es umgekehrt: Bei Soundbars mit mehreren HDMI-Anschlüssen kommt das Tonsignal direkt zur Soundbar und das TV-Gerät bekommt nur die Bilddaten. In unserem Test spielte das zum Glück keine Rolle. Denn der Fernseher verfügte über die benötigte eArc-HDMI-Buchse. Dank dieser funktioniert Dolby Atmos auch mit nur einem HDMI-Anschluss. Und so zauberte die Arc echten Kino-Sound ins heimische Wohnzimmer. Besonders beeindruckend ist der Effekt etwa bei Kriegsfilmen. Hier hat man den Eindruck, dass die Kampfjets regelrecht über dem eigenen Kopf vorüberziehen. Die zwei nach oben gerichteten Treiber sorgen tatsächlich für eine Art 3D-Sound. Zum Vergleich haben wir die neue Sonos-Soundbar auch noch an einen älteren Fernseher angeschlossen. Hier wurde die Tonqualität nur in Dolby 5.1 ausgespielt. Der Klang ist zwar auch hier sehr gut, doch die genialen Dolby Atmos-Effekte bekommt man leider nicht.

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Kombinationsmöglichkeit

Wer weitere smarte Sonos- oder  Ikea-Lautsprecher  besitzt, kann seine heimische Klangkulisse noch weiter verstärken. Denn wie bei dem Hersteller üblich ist auch die Arc mit anderen Sonos-Lautsprechern kompatibel. Die Ansteuerung der verschiedenen Geräte funktioniert ganz einfach über die App. So kann man den selben Sound in unterschiedlichen Räumen oder an verschiedenen Stellen in einem Zimmer abspielen. Ist die Arc beispielsweise beim Fernseher platziert und zwei Sonos One hinter der Couch, gibt es eine volle Stereo-Dröhnung. Da kann man beim Fernsehabend mit Freunden so richtig Eindruck schinden.

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Fazit

Mit der Arc stellt Sonos einmal mehr seine Audiokompetenz unter Beweis. Neben dem bombastischen Klang überzeugt die neue Soundbar auch mit dem schicken Design, der tollen Qualität, der einfachen Installation und der intuitiven Bedienung. Einziger Kritikpunkt ist eigentlich das Fehlen eines zweiten HDMI-Anschlusses. Denn mit einem solchen würden auch Besitzer älterer Fernsehgeräte mit der Arc voll auf ihre Kosten kommen. Mit einem Preis von 899 Euro ist die Soundbar nämlich nicht gerade ein Schnäppchen. Ab 10. Juni tritt sie in die Fußstapfen von der Playbar und der Playbase.

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