Auf dem neuen Onlinemarktplatz "RentAHuman" werden für Aufträge von KI-Agenten Miet-Menschen vermittelt.
Der US-Amerikaner Alexander Liteplo hat seine eigene Firma gegründet. Sein dystopisches Ziel: Auf "RentAHuman" sollen KI-Agenten Aufträge erstellen, welche dann an Menschen weitergeleitet werden. Dadurch können sich KI-Agenten Menschen für physische Arbeit mieten.
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Auf der Seite "rentahuman.ai" können Menschen sich ein Profil erstellen. Sie geben ihr Alter, Aufenthaltsort und Honorar pro Stunde an. Die Webseite verarbeitet die Daten, sodass diese für KIs besonders gut lesbar sind.
Menschen arbeiten für KIs
KI-Agenten wie Claude oder MoltBolt können somit Menschen buchen. Ein KI-Agent muss einen Kindergeburtstag organisieren. Dafür benötigt dieser irgendjemanden, der ein Paket vom Postamt abholen muss. Dank der Plattform kann die KI nun einen menschlichen Abholer buchen.
"RentAHuman" ist am Montag online gegangen. Laut Liteplo haben sich innerhalb eines Tages mehr als 130 Menschen zur Miete angeboten, darunter auch ein OnlyFans-Model und der Boss einer KI-Firma. Offenbar stürzte die Seite am nächsten Tag ab, so Liteplo auf X.
Moralische Fragen
Der Gründer hat noch nicht verraten, wie groß der agentenseitige Andrang auf seiner Webseite ist. Am Freitag postete er auf X Fotos von einem vermeintlichen Auftrag. Ein Mensch hielt ein Schild hoch, auf dem steht: "Eine KI bezahlte mich dafür, dieses Schild zu halten. Miete mich auf rentahuman.ai." Dabei handelt es sich vermutlich um einen Marketing-Gag.
Die Seite "Futurism" berichtet, dass es bei der Vermittlung noch Probleme gibt. Ein 40-Dollar-Auftrag "Hole ein Paket von Downtown USPS in San Francisco ab" war noch zwei Tage später noch immer unerledigt gewesen. Dabei haben sich 30 Menschen dafür beworben.
Dass seine Webseite moralische Fragen aufwirft, ist Liteplo bewusst. Ein Nutzer auf X kommentierte auf einen seiner Beiträge: "gute Idee, aber verdammt dystopisch". Liteplo antwortete kurz darauf: "Lach mich tot, jep".