So funktioniert ein "Tor"-Netzwerk

Digital

So funktioniert ein "Tor"-Netzwerk

Artikel teilen

Daten werden wie bei einer Zwiebel durch verschiedene Schichten geschickt.

Die Anonymisierungs-Technologie Tor erlaubt Nutzern, sich unbeobachtet im Netz zu bewegen. Das Akronym Tor steht für "The Onion Router" (der Zwiebelrouter). Damit wird angedeutet, dass der Dienst die Daten wie bei einer Zwiebel mit ihren vielen Lagen auch durch verschiedene Schichten schickt, bevor sie am Ziel ankommen.

Zwischenstationen
Tor leitet den Internetverkehr über mindestens drei Zwischenstationen. So kann der Betreiber eines Servers nicht mehr erkennen, wo ein Nutzer ursprünglich herkam. Mit Tor kann man das Surfen im Netz, aber auch Datei-Übertragungen und Internet-Dienste wie Chat absichern.

>>>Nachlesen: Grazer Tor-Anbieter wurde verurteilt

Verschlüsselung als zentrales Element
Zusätzlich werden die Daten durch mehrere Schichten von Verschlüsselung geschützt, ähnlich wie bei der Zwiebel. Das Netzwerk besteht derzeit aus etwa 5.600 Servern, die größtenteils von Freiwilligen betrieben werden. Auch die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen, der Chaos Computer Club und mehrere deutsche Landesverbände der Piratenpartei betreiben Tor-Server. Ursprünglich wurde das Tor-Projekt von einem Forschungszweig der US-Marine mitentwickelt. Es erhält bis heute einen Teil seiner Finanzierung von der US-Regierung.

>>>Nahchlesen: Junger Tor-Anbieter im Visier der NSA

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten
OE24 Logo