Super-Virus kapert Android-Smartphones

Hacker haben totale Kontrolle

Super-Virus kapert Android-Smartphones

Rooting-Schädling „Godless“ verbreitet sich über mehrere Apps in Google Play.

Android-User sollten derzeit wieder einmal besonders auf der Hut sein, wenn sie sich neue Apps installieren. Der Sicherheitsspezialist Trend Micro hat ein neues Schadprogramm entdeckt, das infizierte Android-Geräte „rooten“ und damit deren vollständige Kontrolle übernehmen kann. Hacker können dann auf alle Inhalte zugreifen und dem Besitzer sogar den Zugang zu seinem Smartphone oder Tablet verwehren. Die mobile Schadsoftware mit Namen „Godless“ nutzt unter anderem zwei bekannte Sicherheitslücken in den Betriebssystemversionen Android 5.1 („Lollipop“) und älter aus. Damit sind in Österreich rund 90 Prozent aller mobilen Android-Geräte potenziell von der Bedrohung betroffen.

Verbreitung über Google-Play-Apps
Der Schädling verbreitet sich unter anderem über Apps in Google Play. Dazu gehören Taschenlampen- (z. B. „Summer Flashlight“) und WLAN-Apps. Leider sind Android-Sicherheitslücken, über die Angreifer Root-Rechte und damit die vollständige Kontrolle über die infizierten Geräte erlangen können, und die speziell dafür entwickelten Exploits, wie berichtet , keine Seltenheit. Der japanische IT-Sicherheitsspezialist hat Google über die neue Gefahr bereits informiert.

Wie kann man sich schützen?
Der Grund dafür, dass Exploits auch für ältere Android-Sicherheitslücken weiterhin genutzt werden, erklärt sich aus den zum Teil recht langen Zeiträumen, bis Aktualisierungen bei den Gerätebesitzern ankommen. Betroffene Anwender sollten laut Trend Micro daher bei ihren Geräteherstellern vorstellig werden und kürzere Patch-Zyklen einfordern. Außerdem sollten sie eine moderne mobile Sicherheitslösung auf ihrem Gerät installiert haben und diese stets aktuell halten, um sich vor bösartigen Apps wie „Godless“ effektiv zu schützen.

 

Video zum Thema: Android-Virus befällt WhatsApp, Facebook & Co.
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