WKÖ forciert Paket- und Taxidrohnen

Offensive in Österreich

WKÖ forciert Paket- und Taxidrohnen

Standort Österreich als weltweites Vorbild für Drohneneinsatz.

Gemeinsam mit Airlabs Austria möchte die Wirtschaftskammer (WKÖ) die Nutzung von Drohnen voranbringen. In einer engen Kooperation soll Airlabs österreichweit zentral für den Aufbau und Betrieb geeigneter Testgebiete für Drohnenflüge zuständig sein. Dadurch sollen der Wirtschaftsstandort gestärkt und neue Jobs geschaffen werden, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wiener Neustadt.

"Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit der WKÖ die österreichischen Unternehmen besser zu erreichen", sagte Joachim Edel, einer der zwei Geschäftsführer von Airlabs Austria. Ziel sei es, die Drohnen vom Labor auf die Straßen zu bringen, fügte er hinzu. Ziel der Kooperation ist es, die Drohnentechnologien weiterzuentwickeln und Drohnen in neuen Bereichen zu nutzen. Möglich seien beispielsweise Flugtaxis oder Paketlieferungen.

Airlabs Austria wurde im Jänner dieses Jahres von wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Gesellschaftern ins Leben gerufen. Mit dabei sind unter anderem die oberösterreichische FACC, das Austrian Institute of Technology (AIT), die FH Joanneum sowie Frequentis. Gefördert wird das Unternehmen mit zwei Millionen Euro vom Innovationsministerium.

Mit Schiebel ist der Hersteller des Camcopters S-100 an Bord. Der unbemannte Minihelikopter hat weltweit bereits zehntausende Flugstunden hinter sich und sei auch für Österreich startbereit. Hier stehe dem aber noch der Gesetzgeber im Weg. "Aktuell ist es noch sehr schwierig eine Drohne außerhalb der Sicht zu betreiben", sagte Eder. Eine Genehmigung dafür sei heute mit sehr großem Aufwand verbunden. Weiters möchte man auch dafür sorgen, dass bald schwerere unbemannte Flugobjekte durch die Lüfte fliegen können.

Neben rechtlichen Veränderungen sollen auch Zugänge zur neuen Technologie für kleine und mittlere Unternehmen geschaffen werden. "Damit setzen wir einen Schwerpunkt beim Ermöglichen von Innovationen und dem Abbau von Hürden für innovative Unternehmen", sagte WKÖ-Präsident Harald Mahrer. Die Zusammenarbeit mit Airlabs bietet seinen Worten zufolge den "Zugang zu Innovationswissen und konkreten Innovationsnetzwerken".

Ziel ist es auch international eine beachtenswerte Rolle einzunehmen. "Es geht darum, um jeden Auftrag weltweit zu kämpfen", sagte Mahrer und betonte, dass dadurch zahlreiche neue Jobs geschaffen werden könnten.
 

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