Große Premiere

"Ludwig II." regiert wieder in den Kinos

Des Märchenkönigs Audienz: Porträt des Monarchen ab 26. Dezember im Kino

Der Bayernkönig Ludwig II. ist als Märchenkönig bekannt, über seinen mysteriösen Tod wird bis heute gerätselt. Das Leben des Monarchen wurde bereits oft in Büchern verarbeitet und verfilmt, unter anderem in den 1970er-Jahren von Luchino Visconti mit Helmut Berger als Ludwig und Romy Schneider als Kaiserin Elisabeth. Nun, vierzig Jahre später, treten Sabin Tambrea und Hannah Herzsprung in deren Fußstapfen - in der neuen Produktion "Ludwig II.", die am 26. Dezember im Kino startet. Bereits gestern, Mittwochabend (19. Dezember), wurde in Wien mit den Hauptdarstellern die Österreich-Premiere gefeiert.

Hier der Trailer zum Film

Große Premiere in der Urania
Vor dem Urania-Kino wurde dafür der rote Teppich ausgerollt, zahlreiche Autogrammjäger harrten hinter den Absperrungen aus. Im Mittepunkt ihres Interesses: Der deutsch-rumänische Schauspieler Sabin Tambrea, der in seiner ersten Kino-Hauptrolle den jugendlichen Ludwig mimt. Dafür setzte er sich gegen 370 Bewerber durch. Ludwig sei "ein junger hochsensibler Mensch, der daran zugrunde geht, dass die Aufgabe, die die Gesellschaft von ihm erwartet, nicht im Gleichgewicht mit den inneren Bedürfnissen steht", umriss er die Rolle. Im Alter wird Ludwig von Sebastian Schipper dargestellt.

Kaiserin Sissi verzaubert im Kino

Nicht minder bei den Fans begehrt war Hannah Herzsprung, die im Film als Ludwigs Cousine und Wegbegleiterin Kaiserin Elisabeth von Österreich zu sehen ist. Es sei eine "kleine, feine Rolle", erklärte die Deutsche: "Ich hatte nicht den Raum, sie wirklich neu zu interpretieren oder viel von ihr zu erzählen, denn es geht um Ludwig und seine Geschichte. Und es gibt eben Momente, die die beiden verbindet und die der Film erzählt." Dabei tritt sie gegen eine starke historische Vorgabe an. Mit den "Sissi"-Filmen der 1950er-Jahre gelangte Romy Schneider zu Weltruhm. Die Trilogie hat Herzsprung schon als Kind gerne gesehen: "Ich habe sie geliebt und war ganz glücklich als sie dann endlich auf VHS rauskamen und man sie auch noch zwischen den Jahren gucken konnte und nicht immer warten musste, bis Weihnachten war."

Top besetzter Historien-Film
In "Ludwig II." wirken auch weitere bekannte Darsteller: Gedeon Burkhard, Tom Schilling, Peter Simonischek, Edgar Selge, Uwe Ochsenknecht und August Schmölzer. Der Film soll ein vielschichtiges Bild des klischeebeladenen Monarchen zeichnen, der im Alter von 18 Jahren den Thron bestieg. Wegen seiner Leidenschaft für Kunst und Musik und als Bauherr fantastischer Schlösser wurde er schon zu Lebzeiten als Märchenkönig verehrt. 1886 wurde er entmündigt und abgesetzt. Bis heute rätselhaft blieb sein Tod im Starnberger See im selben Jahr.

Solide Leistung des gesamten Teams
Das Drehbuch stammt von Marie Noelle und Peter Sehr, die auch Regie führten. Auf die Frage, wie viel denn in dem Film Fakt und Fiktion sei, antwortete Noelle: "Fast alles ist wahr." Im Rahmen der Recherchen wurden Biografien und Zeitungsartikel genauso studiert wie Ludwigs Tagebücher und Briefe. Gedreht wurde an Originalschauplätzen wie in dem von Ludwig errichteten Schloss Neuschwanstein. Das ist eine Besonderheit, denn vier Jahrzehnte lang gab es keine Drehgenehmigung für die Bauten. Der Grund: Visconti hinterließ bei den Dreharbeiten in den historischen Gemäuern beträchtliche Schäden.

Dreharbeiten unter rigorosen Auflagen
Die Auflagen für die Erlaubnis waren durchaus rigoros, unter anderem durfte nur nachts gedreht werden, keine Stoffe angefasst, die Räume nur in Pantoffeln betreten werden. Auch im französischen Schloss Versailles und in Österreich wurden Szenen aufgenommen, unter anderem im niederösterreichischen Schloss Hof, in Wien, Tirol und dem Burgenland. "Ludwig II" flimmert übrigens nicht nur über die Kinoleinwand. Im ORF, der den Film mitfinanzierte, wird eine eigens fürs Fernsehen produzierte Fassung des Film ausgestrahlt - wann, steht allerdings noch nicht fest.

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