21er Haus unternimmt Streifzug durch Österreichs Fotografiegeschichte

Abbilder

21er Haus zeigt Fotographiegeschichte

Ausstelung zeigt knapp 100 Aufnahmen aus achtzig Jahren als breiter Bogen.

Unter dem pragmatisch-programmatischen Titel "Österreichische Fotografien von den 1930ern bis heute" präsentiert das Wiener 21er Haus ab30. Jänner einen Streifzug durch achtzig Jahre österreichischer Fotogeschichte. Die ausgewählten knapp 100 Bilder hängen weder chronologisch noch nach Themen, Motiven oder Material geordnet. Diese arbiträre Methode sorgt einerseits für ein wildes Nebeneinander von Eindrücken und kann den Charakter des Willkürlichen nicht ganz leugnen, hält andererseits aber den Blick frisch, ohne einen aufgezwungenen Konnex der einzelnen Arbeiten.

Abstarktes neben Pressefotographie
Abstrakte Formen von Michael Part finden sich so neben Pressefotografien, Objektarbeiten von Peter Weibel neben Skulpturenfotografie von Erwin Wurm und Aktionismusdokumente von Ferry Radax neben Plastikstillleben von Robert F. Hammerstiel. Zugleich spielt auch das Porträt eine zentrale Rolle, das etwa durch einige Knabenporträts von Bernhard Fuchs oder eine Gruppenformierung von Matthias Herrmann repräsentiert ist.

Auswahl  ist bunter Mix
Die Auswahl der Arbeiten sei weder objektiv noch subjektiv oder rein assoziativ, unterstrich Co-Kurator Severin Dünser bei der Präsentation am 29. Jänner: "Sie ist, wie die Fotografie selbst, eine Mischung aus all dem." Neben dem ästhetischen Streifzug sei die Schau auch eine Technikgeschichte der verschiedenen Jahrzehnte, verwies Co-Kurator Axel Köhne darauf, dass sich Silbergelatineabzüge ebenso in der Schau finden wie aktuelle Digitalarbeiten. Bestückt ist die Kollektion mit Werken aus den Sammlungen des Belvederes, der Artothek des Bundes und der Fotosammlung des Bundes der Österreichischen Fotogalerie und des Museums der Moderne Salzburg. Somit zeige die Ausstellung auch die Position des Belvederes im Fotografiebereich, unterstrich dessen Direktorin Agnes Husslein-Arco: "Und wir werden weiter sammeln - und zwar massiv." Zugleich stehe aber auch fest, dass man sich nicht als Fotomuseum begreife.

Info
 Die Ausstelung "Österreichische Fotografien von den 1930ern bis heute"ist  von 30. Jänner bis 5. Mai im 21er Haus zu besichtigen. Alle Informationen rund um die SChau finden Sie unter www.21erhaus.at.

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