Dauereinsatz

Otto Schenk: Für immer jung

von
Otto Schenk
© APA
Otto Schenk spielt ab Donnerstag in der Josefstadt die Uraufführung „Forever Young“.
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Der König der Komödie Otto Schenk brilliert in den Kammerspielen in Lily Bretts Chuzpe, inszeniert demnächst an der Staatsoper Das schlaue Füchslein von Janáček, und sein neues Buch Warum mir so fad ist ... dominiert die Bestsellerlisten. Ab Donnerstag ist der ewig junge Tausendsassa in der Josefstadt in Franz Wittenbrinks neuem Musiktheaterstück Forever Young zu erleben.

ÖSTERREICH: Worum geht es in Wittenbrinks Liederabend?
OTTO SCHENK:
Es geht um fünf alte Herren, die im Kaffeehaus mit Humor und Nostalgie von alten Zeiten träumen. Es geht um Sentimentalitäten, um Sehnsucht, ums Nicht-Aufhören-Wollen. Wir tanzen und singen, um nicht ans Ende des Lebens zu denken.

ÖSTERREICH: Sie spielen den Ober im Kaffeehaus ...
SCHENK:
Das ist ein grantiger, russophiler Mann, dessen Großvater Russe war. Er erzählt dauernd Geschichten ohne Pointe. Am Anfang versucht er, den Abend zu erklären, ohne dass man irgendwas versteht. Das ist ziemlich lustig.

ÖSTERREICH: Was singen Sie?
SCHENK:
Ich singe die Gralserzählung aus Wagners Lohengrin auf Russisch (lacht). Früher hat man in Wien alle Opern Deutsch gesungen. Da klingt eine Verdi-Arie wie ein Schubert-Lied. Unsere Musik reicht von Monteverdi-Madrigalen über Operetten- und Musical-Schlager bis zu Pop-Songs.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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