Im Jahr 2015 las sie beim Bachmannpreis in Klagenfurt, der aus ihrem Text stammende gleichnamige Roman Die Farbe des Granatapfels stand mehrere Monate auf Platz eins der ORF-Buchbestenliste. 2022 wurde Anna Baar der Große Österreichische Staatspreis für ihr Werk verliehen.
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Fragmente führen zu einem Lebensbild
Identität. Jetzt ist die österreichische Schriftstellerin Anna Baar, die in Zagreb geboren wurde, mit einem neuen Roman zurück, der den Titel Amseln trägt. Die zentrale Frage darin: Wer war diese Frau? Bekannt ist, dass sie öffentliches Interesse weckte, weil sie als Primaria, die einen Patienten vergewaltigte, die Zeitungen füllte. Doch der Rest ist erst mal ungeklärt und setzt sich aus Fragmenten zusammen: Notizen und Briefe sollen erklären. Diese befinden sich laut Notiz des Herausgebers in einem Koffer, der ihm überantwortet wurde. Die Autorin fertigte daraus laut Fußnote wegen einer Wette einen Roman, der zu einer Lebensbeichte gerät.
Schnell kann man in diesem Roman die Orientierung verlieren, der mit Schein und Sein spielt. Doch der Text entfaltet eine eigene Sogwirkung. Die titelgebende Vogelart taucht immer wieder als Motiv im Text auf und bildet schließlich auch einen Schlusspunkt.
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