Trauer um Kamerafrau

Todes-Drama am Baldwin-Filmset: Wie konnte das passieren?

Tragischer Vorfall bei Filmarbeiten in den USA: Hollywood-Star Alec Baldwin hat beim Dreh eines Westerns mit einer Requisitenwaffe geschossen und dabei zwei Menschen getroffen. Die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins wurde tödlich verletzt. Wie konnte es zu diesem Unfall kommen?

Die Filmemacher Christopher Gist und Sarah Mayberry erklären in einem Artikel auf der Seite "The Conversation", welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Bevor man, mit dem Dreh beginnt müsse man sich entscheiden, "ob man nachgebaute Waffen, echte Waffen oder eine Mischung aus beidem verwenden will", erklären sie. "Alle Protokolle rund um den Waffengebrauch sind gut etabliert. Alles am Set rund um eine Waffe muss mit einer Fülle von Vorsicht behandelt werden... Alle Darsteller und die Crew werden mehrmals über die Sicherheit informiert. Die Polizei wird immer benachrichtigt, ebenso wie alle Nachbarn neben dem Drehort." 

Platzpatronen sind nicht ungefährlich

Laut einem Sprecher Baldwins, sei eine Fehlzündung einer Requisitenwaffe mit Platzpatronen der Auslöser für die Tragödie gewesen. Platzpatronen bestehen aus Papier, Kunststoff, Filz oder Baumwolle. Sie können jedoch immer noch viele Verletzungen verursachen, wenn sie aus nächster Nähe abgefeuert oder falsch gehandhabt werden. 

Der Vorfall erinnert an den Tod des US-Schauspielers Brandon Lee. Der Sohn der Kampfkunst-Legende Bruce Lee war 1993 bei Dreharbeiten zu dem Film "The Crow" von einer echten Kugel getroffen worden, in der Pistole hätte nur eine Platzpatrone sein sollen. "Niemand sollte jemals durch eine Waffe an einem Filmset getötet werden. Punkt", schrieb seine Schwester Shannon nun nach dem Zwischenfall in Santa Fe auf einem offiziellen Twitter-Konto, das sie im Namen ihres Bruders führt.