"Das war ein Mord"

War Kurt Cobain doch Opfer eines Verbrechens?

Mehr als 30 Jahre nach dem Tod von Kurt Cobain sorgen neue Forensik-Berichte für Wirbel. Experten zweifeln an der Suizid-Theorie und werfen die brisante Frage auf: Wurde die Legende ermordet?

USA. Auch im Jahr 2026 lässt der Tod von Kurt Cobain (†27) die Welt nicht los. Der Musiker prägte mit seinem Grunge-Sound eine ganze Generation, und Hits wie "Smells Like Teen Spirit" sind noch heute Kult. Während der Fall offiziell als Selbstmord gilt, bringt ein privates Forensik-Team aus den USA nun massive Unruhe in die Geschichte. Der Experte Brian Burnett hat gemeinsam mit seinem Team drei Tage lang alte Autopsie-Unterlagen und Tatortfotos analysiert. Sein Fazit ist eindeutig: "Das war ein Mord." Das berichtet die britische "Daily Mail".

Experte vermutet eiskalten Mord

Die neuen Untersuchungen stützen sich vor allem auf den medizinischen Zustand von Cobains Organen zum Zeitpunkt seines Todes. Laut den Forensikern deuten Flüssigkeit in den Lungen sowie spezifische Blutungen in den Augen und Schäden an Gehirn und Leber auf einen Sauerstoffmangel hin. Dieser sei typisch für eine Heroin-Überdosis, nicht aber für einen sofort tödlichen Schrotflintenschuss. Bei einem Kopfschuss werde normalerweise Blut in die Atemwege gesogen, sagen die Forensiker. Dazu befinde sich im Bericht aber kein Hinweis. Außerdem sei das Atemzentrum im Hirnstamm offenbar nicht direkt zerstört worden. Auch dieses Detail werfe Fragen auf. Die These der Ermittler lautet dass Cobain erst mit Drogen außer Gefecht gesetzt und anschließend erschossen worden sein könnte.

Rätselhafte Spuren am Tatort

Zusätzlich zu den medizinischen Fakten werfen Merkwürdigkeiten am Tatort in Seattle Fragen auf. Die Ermittler wundern sich über das "aufgeräumte" Heroin-Set, das einige Meter entfernt gefunden wurde, während Cobains Ärmel hochgekrempelt waren – ein untypisches Bild für einen Suizid unter schwerem Drogeneinfluss. Auch die physikalischen Details der Schrotflinte und der Patronenhülse passen für das Team nicht zusammen. "Wenn die Hand so am Lauf war, dürfte gar keine Hülse ausgeworfen worden sein", so die Analyse von Burnett.

Behörden bleiben bei Suizid

Trotz der neuen Gutachten, die auch Zweifel an der Echtheit der letzten Zeilen des Abschiedsbriefs äußern, zeigen sich die Behörden in Seattle unbeeindruckt. Der Gerichtsmediziner von King County sieht aktuell keinen Anlass, den Fall neu aufzurollen. Die offizielle Position der Polizei bleibt weiterhin: Suizid. Die privaten Ermittler fordern dennoch mehr Transparenz und eine unabhängige Prüfung, um endgültig zu klären, ob der Tod des Rockstars vielleicht doch ein inszeniertes Verbrechen war.

(S E R V I C E - Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.)

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