Göttlicher Genuss aus der Arche Noah

Bunte Delikatessen

Göttlicher Genuss aus der Arche Noah

Was vor mehr als 20 Jahren mit einer Idee begann, ist heute einer der schönsten Gärten. Die Rede ist von der Arche Noah im Kamptal. Hier findet man Gemüsesorten, die eigentlich schon seit vielen Jahren vergessen waren. Manche fielen sogar unter die Kategorie „Ausgestorben“. In der Arche Noah wurden sie gerettet. In dem beliebten barocken Schaugarten sprießen die wunderbarsten Sorten. Da tummeln sich köstliche Raritäten in Hülle und Fülle, wie die Scheibengurke neben Black-Cherry-Tomaten. Oder die Golden-Rush-Zucchini neben dem griechischen Buchbasilikum.

Neuer Kochguide
Wie lautet das beste Überlebensgeheimnis für diese kulinarischen Raritäten? Sie müssen gegessen werden! Und was macht mehr Appetit darauf als ein Kochbuch über den Garten Eden und die Delikatessen aus der Arche Noah? Die Stars dieser wunderschönen Rezeptsammlung „Das Arche Noah Kochbuch der geretteten Obst- und Gemüsesorten“ (erschienen im Brandstätter-Verlag, um 34,95 Euro) sind natürlich Obst- und Gemüsesorten der besonderen Art.

Auch wenn die Zutatenliste (vorausgesetzt der Koch hält sich genau daran) vielleicht eine kleine Herausforderung darstellt und sicher etwas Geduld benötigt. Die Rezepte sind dafür sehr einfach und simpel. Alle Rezepte des Arche-Noah-Kochbuchs wurden vom Team nachgekocht. Im Pavillon des Barockgartens wurde eigens eine kleine Gartenküche (sie bestand nur aus einer einfachen Kochplatte) eingerichtet. Kochen im Garten lautet die Devise des Buches. Mit wenigen Hilfsmitteln und mit den besten Bio-Produkten aus dem Garten.

Unverfälschter Geschmack
Und noch ein großes Anliegen verfolgten die Autoren: Der Geschmack und der besondere Charakter der außergewöhnlichen Gemüsesorten sollten schmeckbar sein! So wird bei den Rezepten wenig gemischt oder gemeinsam gekocht. Salz etwa wird sehr sparsam beim Kochen eingesetzt. „Nur so konnte sichergestellt werden, dass der Geschmack unverfälscht bleibt“, so die Autorin und Arche-Noah-Geschäftsführerin Beate Koller.

Geschmacksschule
Ein wunderbarer Nebeneffekt dieser Rezepte: Wer sich genau an die Zubereitung hält, der durchlebt sicher auch eine kleine Geschmacksschule. Sie werden entdecken, wie ungeheuer vielfältig Paradeiser, Erdbeeren oder Paprika am Gaumen sein können. Jedes der Produkte aus der Arche Noah ist ein kleines Wunder – denn die Sorten schmecken nicht nur besonders gut, sie bestechen auch durch ihre außergewöhnlichen Formen. Aber vor allem in einer Kategorie sind die Arche-Noah-Delikatessen unschlagbar: Obst und Gemüse bleiben viel länger frisch! Wer es einmal ausprobiert hat, wird überzeugt sein.


MARINIERTE MANGOLDSTIELE MIT COUSCOUS
Mangoldstiele_seite52.jpg © Brandstätter Verlag

Zutaten: 250 g Couscous, 2 EL Olivenöl, 1 gute Handvoll Mangoldblätter mit Stiel, bunt (gelb, rot, grün, hier die Sorte „Five Colours“), 2 EL Erdnussöl (oder ein anderes hochwertiges Speiseöl), Zitronensaft zum Abschmecken, Salz

Zubereitung: Couscous in Olivenöl kurz anbraten, mit doppelt so viel Wasser aufgießen. Kurz aufkochen und zugedeckt ziehen lassen. Mangold waschen, bunte Stiele aus dem Blatt herausschneiden und in 5 mm große Stücke schneiden. Geschnittene Mangoldstiele in der Pfanne mit etwas Erdnussöl bissfest garen. Couscous hinzufügen. Grob geschnittene Blätter dazugeben und kurz durchschwenken. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken und auf Tellern anrichten.

 

EMMERREIS IN BUNTEM MANGOLD
Emmerreis_Seite102.jpg © Brandstätter Verlag

Zutaten:
Füllung: 100 g Zwiebeln, Öl zum Anschwitzen, 250 g Emmerreis, 3 Mangoldblätter mit Stiel, 50 g Bergkäse. Zum Einhüllen: 4 rote Mangoldblätter mit Stiel (z. B. „Red Stem Purple Leaves“), 4 gelbe Mangoldblätter mit Stiel, (z. B. „Bright Yellow“), 4 grüne Mangoldblätter mit Stiel, (z. B. „Grüner Schnitt“). Sauce: 2 reife Tomaten, etwas Olivenöl, Salz

Zubereitung: Zwiebeln mit Öl in einer Pfanne anschwitzen. Emmerreis dazugeben und glasig anschwitzen. Mit Wasser aufgießen, 1 Minute köcheln und dann zugedeckt ziehen lassen. Bunte Mangoldblätter blanchieren, in Eiswasser abschrecken, auf einem Tuch abtrocknen lassen. Zum gedünsteten Emmerreis kleinwürfelig geschnittenen Bergkäse beimengen. Mangoldblätter für die Füllung klein schneiden. In die heiße Emmermasse einrühren und ziehen lassen. Tomaten in grobe Stücke schneiden, mit Olivenöl in der Pfanne schmoren lassen und leicht salzen Emmer-Mangold-Masse mit einem Suppenlöffel auf den blanchierten Blättern verteilen und von der Spitze weg bis zum Stielansatz einrollen. Falls der Stiel zu fest ist, einfach mit einem Messergriff durch kurzes Klopfen abflachen. Mangoldröllchen mit Tomatensauce auf Tellern anrichten.

 

BUNTER RADIESCHENSALAT
Radieschensalat_Seite19.jpg © Brandstätter Verlag

Zutaten:
3 Bund Radieschen mit Grün (hier die Sorten Rudi (rot), Helios (gelb) und Großes Rundes Weißes) Quittenessig, Haselnussöl, Salz, (Wiesen-)Salbeiblüten

Zubereitung: Radieschen waschen, Stängel abschneiden (etwas Grün dranlassen), in Spalten schneiden. Quittenessig und Haselnussöl gut vermischen. Marinade ohne Salz probieren, erst dann salzen, falls erforderlich! Über die angerichteten Radieschen träufeln. Mit Salbeiblüten garnieren.


MUS VOM KLARAPFEL
Dessert_Mousse_32111.jpg © Brandstätter Verlag

Zutaten:
10 Klaräpfel, Saft von 2 Zitronen, 1 EL Vollrohrzucker, essbare Blüten zum Dekorieren (wir haben Phloxblüten verwendet)

Zubereitung: Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Äpfel mit Zitronensaft übergießen, Vollrohrzucker hinzufügen. Zugedeckt ohne Zugabe von Wasser weich garen. Dann mit einem Schneebesen zu einer sämigen Masse schlagen und in Schalen oder Gläser füllen. Mit den gefüllten Gläsern auf den Tisch klopfen, damit eine homogene Oberfläche entsteht. Kurz vor dem Servieren das Mus mit Blüten dekorieren. Der Geschmack des Muses entfaltet sich bei Raumtemperatur am besten.


GEFÜLLTE TAGLILIENBLÜTEN
Taglilienblueten_Seite152.jpg © Brandstätter Verlag

Zutaten:
12 Taglilienblüten, 
250 g Frischkäse, 3 EL Honig

Zubereitung: Taglilienblüten vorsichtig waschen. Staubgefäße und Stempel aus der Blüte brechen und als Garnitur aufheben. Frischkäse und Honig gut verrühren. Masse mit einem Spritzsack oder Kaffeelöffel in die Blüte füllen. Staubgefäße und Stempel wieder einsetzen.

Autor: IDA METZGER
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