Iran-Sorgen und Inflationsrisiken hemmen Risikobereitschaft von Investoren. Plus: Der größte Corporate-Holder der Welt verkauft erstmals Bitcoin.
Der Bitcoin ist nach dem Wochenende auf den tiefsten Stand seit Monatsanfang gefallen. Die Digitalwährung kostete am Montag zuletzt 76.700 US-Dollar (rund 66.000 Euro). Anleger dies- und jenseits des Atlantiks befänden sich im Würgegriff geo- und geldpolitischer Unwägbarkeiten, schrieb Experte Timo Emden von Emden Research. Vor allem die Sorge vor einer möglichen Verschärfung der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran belaste die Risikobereitschaft der Investoren.
Strategy verkauft Bitcoin
Der größte Corporate-Holder der Welt verkauft erstmals Bitcoin. Strategy hält aktuell 818.334 Bitcoin im Wert von rund 66,4 Milliarden Dollar. Nun hat Strategy einen Anleihen-Rückkauf über 1,5 Milliarden Dollar angekündigt und gleichzeitig erstmals offen über mögliche Bitcoin-Verkäufe gesprochen. Wenn Strategy unter Michael Saylor Bitcoin nicht mehr kauft, sondern teils auch verkauft, drückt das den Markt ebenfalls.
Gleichzeitig sorgten anhaltende Inflationsrisiken und die Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Notenbank für zusätzliche Nervosität. Anleger befänden sich aktuell in einer Phase großer Orientierungslosigkeit und seien zwischen Inflationssorgen, Zinsspekulationen und geopolitischen Risiken gefangen.