Beim Bitcoin wurde im April 2024 vieles anders: 7 Fragen & Antworten zum Krypto-Großevent, dem Halving, und dessen Auswirkungen auf die größte Krypto-Währung der Welt.
Am 20. April 2024 änderte das Halving die Bitcoin-Welt. Doch was hat es mit dem Halving auf sich und was bedeutet es für den Bitcoin-Kurs?
Bitcoin erlebt im Jahr 2024 eine Reihe positiver Entwicklungen: Bereits im Januar genehmigte die US-Börsenaufsicht die Einführung von Spot-ETFs auf Bitcoin durch führende Finanzinstitutionen wie zum Beispiel BlackRock.
Ein weiteres bedeutendes Ereignis, das Bitcoin-Halving, passierte am 20. April. Im Folgenden werden Schlüsselfragen rund um das Halving beleuchtet.
1 Was passierte beim Bitcoin-Halving im April?
Das Bitcoin-Halving ist ein wiederkehrendes Ereignis, das tiefgreifende Auswirkungen auf den Bitcoin-Markt hat. Bei diesem Vorgang wird die Belohnung für Bitcoin-Miner, die neue Blöcke zur Blockchain hinzufügen, halbiert. Dieser sogenannte Block-Reward liegt nach dem Halving bei 3,125 Bitcoin pro geschürften Block.
Mark Valek, Incrementum: "Vergangene Halvings lösten Preisanstieg aus"
Mark Valek, Partner des Liechtensteiner Vermögensberaters Incrementum und Bitcoin-Experte: "Durch das Halving verringert sich also die Belohnung für die Miner und das führt zu einer Verknappung des Angebots und führt so zu möglichen Preissteigerungen, da weniger neue Bitcoins in den Umlauf kommen. Vergangene Halvings, wie etwa in den Jahren 2012 und 2016, lösten beeindruckende Preisanstiege von jeweils 8.069 Prozent und 284 Prozent aus. Diese Vergangenheitswerte wecken auch jetzt wieder die Erwartung, dass es nach jedem Halving zu einem Preisanstieg kommen könnte. Allerdings ist jede Prognose über die zukünftige Preisentwicklung von Bitcoin mit Unsicherheiten behaftet, denn Bitcoin-Kurse resultieren nicht nur aus Angebot und Nachfrage, sondern auch anderen Faktoren wie etwa globalen Ereignissen."
2 Ist das Bitcoin-Halving ein Inflationsausgleich?
Das Bitcoin-Halving erfüllt eine doppelte Funktion: Es kürzt die Belohnungen für Miner und dämmt gleichzeitig die Inflation ein, indem es das Angebot neuer Bitcoins beschränkt. Im Unterschied zu Fiat-Währungen, deren Menge theoretisch unbegrenzt erhöht werden kann, ist Bitcoin einem begrenzten Vorrat, ähnlich wie Gold, unterworfen.
Bitcoin wurde so konzipiert, dass insgesamt nur knapp 21 Millionen -um ganz genau zu sein maximal 20.999.999,97690000 -Bitcoins geschürft werden können. Diese strategische Begrenzung schützt den Wert von Bitcoin, indem sie ein vorhersagbares und stetig schrumpfendes Angebot sicherstellt.
3 Wie beeinflusst das Bitcoin-Halving die Marktkapitalisierung von Bitcoin?
Im November 2010 markierte Bitcoin einen Meilenstein, indem es erstmalig eine Marktkapitalisierung von einer Million US-Dollar erreichte, bei einem Kurs von 0,50 US-Dollar je Coin an der Börse Mt.Gox. Bis Juni 2011 kletterte der Preis auf 31,90 US-Dollar, nachdem er im Februar desselben Jahres die Parität zum US-Dollar erzielt hatte. In den folgenden zwölf Jahren durchbrach Bitcoin die Schwelle von einer Billion US-Dollar Marktkapitalisierung.
Heute hat der Bitcoin eine Marktkapitalisierung von 1,3 Billionen US-Dollar. Das zeigt, dass sich die Kryptowährung trotz anfänglicher Skepsis bei Mainstream-Investoren und großen Konzernen wie Tesla und Mastercard etabliert hat. Mittlerweile sind sogar führende US-Vermögensverwalter mit Milliarden US-Dollar in die Kryptowährung veranlagt.
4 Was passiert nach dem Halving mit dem Bitcoin-Kurs?
Das Ereignis der Bitcoin-Angebotsverknappung wird generell als marktfördernd betrachtet. Valek: "Historisch gesehen verzeichnete der Bitcoin-Kurs sechs Monate vor und 18 Monate nach dem Halving seine stärkste Performance." Dennoch birgt es kurzfristige Risiken. Die Vorwegnahme kann zu spekulativen Handlungen führen, wodurch die Volatilität im Markt steigt.
Valek: "Dies kann zu unvorhergesehenen Preisschwankungen führen. Außerdem sind temporäre Kurskorrekturen möglich, wenn die tatsächlichen Auswirkungen hinter den Erwartungen zurückbleiben, was Unsicherheiten schürt. Gerade derzeit sind zum Beispiel Kurskorrekturen zu verzeichnen."
5 Wieviel Geld sollen Anleger in Kryptowährungen wie Bitcoin investieren?
Im März 2024 empfahl BlackRock, der größte Vermögensverwalter weltweit, basierend auf einer Quant Analyse eine Bitcoin-Allokation von 28 Prozent in Anlegerportfolios. Angesichts Bitcoins bekannter Volatilität und hohen Risikos sorgte diese Empfehlung für Aufsehen und Kopfschütteln in den sozialen Medien. Viele Interpretierten diese Empfehlung als Werbeaktion für BlackRocks neuen Bitcoin-ETF. Grundsätzlich sollten Investoren in Bitcoin nur so viel Geld anlegen, wie sie im Fall eines Totalverlusts verkraften können.
Angesichts des hohen Risikos und der spekulativen Natur der Kryptowährung raten die meisten Experten dazu, nur einen einstelligen Prozentsatz des Gesamtkapitals in Kryptowährungen zu investieren, abgestimmt auf die individuelle Risikoneigung.
6 Wo sollte man in Bitcoin investieren?
Am sichersten sind Investments über einen regulierten Broker, wie etwa die Wiener Plattform Bitpanda. Dort werden auch Sparpläne angeboten, zudem ist die Seite auf Deutsch und Englisch vorhanden und Euros werden leicht angenommen. Dass der Broker steuereinfach ist, vereinfacht das Investieren für Kunden in Österreich zudem.
7 Was passiert, wenn der letzte Bitcoin geschürft ist?
Valek: "Bereits 2034 werden 99 Prozent aller Bitcoins geschürft sein und das letzte Prozent wird nicht mehr ins Gewicht fallen." Zudem dauert es noch sehr lange, bis der letzte Bitcoin geschürft ist, denn mit den abnehmenden Belohnungen pro Halving wird der letzte Bitcoin voraussichtlich erst 2140 gemint werden. Danach werden Miner ausschließlich durch Transaktionsgebühren für das Validieren von Blöcken entlohnt.