Zuwächse

Ölpreis steigt leicht auf 62 US-Dollar

Der Ölpreis für die Sorte Brent steigt leicht auf 62 US-Dollar. Der Fall nach unten, der auf den Venezuela-Coup folgte, ist vorerst gestoppt.

Die Ölpreise sind am Freitag gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete zuletzt 62 US-Dollar und damit 2 Dollar mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar stieg um 95 Cent auf 56,94 Dollar.

Gegenreaktion nach Venezuela-Coup

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenreaktion, nachdem im Verlauf der Woche Spekulationen auf ein steigendes Angebot aus Venezuela die Preise belastet hatten. Die USA hatten nur wenige Tage nach dem US-Militäreinsatz in Caracas direkt in die Ölindustrie Venezuelas eingegriffen: Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern, hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstag angekündigt.

Nach Aussage des US-Energieministers Chris Wright planen die USA, den Verkauf von venezolanischem Öl zu kontrollieren und würden zunächst gelagertes Rohöl anbieten wollen. Die staatliche Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela SA (PDVSA) gab zudem bekannt, dass sie mit Washington über den Verkauf von Rohöl verhandelt. Dabei soll sich am Abkommen mit Chevron orientiert werden, dem einzigen großen US-Ölkonzern, der in dem Land tätig ist. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" würden die USA im Rahmen dieses Plans eine gewisse Kontrolle über PDVSA erhalten.

Bei Edelmetallen gab es unterdessen mehrheitlich Verluste zu sehen. So sank die Feinunze (31,10 Gramm) Silber in London um klare 3,3 Prozent auf 75,75 US-Dollar. Platin verlor zwei Prozent auf 2.257,13 Dollar. Gold trat bei 4.452,63 Dollar auf der Stelle.

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