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Revisionen

Ein "Pickerl" für's Kraftwerk

Winter ist Wartungszeit für die Turbinen des VERBUND-Kraftwerks Altenwörth an der Donau.

Altenwörth. Zwei Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt das Donaukraftwerk Altenwörth. Es wurde in den 1970er-Jahren errichtet und ist bis heute Österreichs größtes Flusskraftwerk. Und wie jede technische Anlage braucht auch ein Kraftwerk ständige Wartung.

Instandhaltung in 30 Metern Tiefe

Im Fall des Kraftwerks Altenwörth finden diese Arbeiten 30 Meter tief unter der Donau statt. Und zwar, wie bei Flusskraftwerken üblich, auch nur im Winter, wenn die Donau weniger Wasser führt. Jedes Jahr wird eine der neun Turbinen einer gründlichen Revision unterzogen. Ein riesiges Metallgitter schützt normalerweise die Turbinen vor dem Treibgut der Donau. Bevor die Arbeiten an einer Turbine beginnen können, muss der Einlauf allerdings mit massiven Stahlbalken verbarrikadiert werden, damit kein Donauwasser eindringen kann. Erst dann kann das Kraftwerksteam in die leere Turbine eintreten.

Mehrere Wochen für Revision

Ein großes Gerüst wird innerhalb des Turbinentunnels aufgestellt und die Prüfarbeiten können beginnen. Die Arbeitskräfte schleifen, schweißen und lackieren. Auch der Korrosionsschutz ist wesentlich für die Instandhaltung der Turbine. Es dauert mehrere Wochen, bis die Turbine ihre Arbeit wieder aufnehmen kann.

300.000 Liter Donauwasser pro Sekunde

Die neun Turbinen des Donaukraftwerks Altenwörth haben einen Durchmesser von je sechs Metern. Sie verarbeiten jeweils 300.000 Liter Donauwasser pro Sekunde.

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© VERBUND
Jeden Winter wird eine der neun Turbinen gewartet. In diesem Winter war die Maschine 8 an der Reihe. 

Donau-Power: Strom rund um die Uhr

Flusskraftwerke. Im Wasser steckt eine unbändige Kraft, die noch dazu erneuerbar und bei jedem Wetter und zu jeder Uhrzeit zuverlässig vorhanden ist. Das macht Wasserkraftwerke zu so wichtigen Stromlieferanten. Die Donau ist daher für Österreich nicht nur beliebtes Ausflugsziel und wichtiger Verkehrsweg für die Schifffahrt: Sie liefert auch enorme Mengen an erneuerbarer Wasserkraft. 15 Prozent der gesamten Elektrizität Österreichs stammen aus den neun Donaukraftwerken. Die VERBUND-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen rund um die Uhr für ihren sicheren Betrieb. 

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© Gettyimages
Die Donau ist die Basis der österreichischen Stromversorgung.

Wasserkraft stabilisiert das Stromnetz

Zusätzlich zur Erzeugung stabilisiert die Leistung der schweren Turbinen das Stromnetz. Denn wenn Wind und Sonne schnell und mitunter schwankennd Strom ins Netz speisen, dämpft die verlässliche Frequenz der Wasserkraft diese Effekte. Umso höher ist die Bedeutung des störungsfreien Betriebes, der durch sorgfältige Wartung sichergestellt wird.

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