Ausstellung CARE MATTERS holt Care-Arbeit vor den Vorhang.
Wien. Seit 12. März zeigt die SAMMLUNG VERBUND in der Albertina die Ausstellung CARE MATTERS mit rund 50 Werken von 33 österreichischen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Sie will zur Wertschätzung der mehrheitlich von Frauen verrichteten Care- und Sorgearbeit beitragen und diese sichtbar machen.
Gesellschaftskritische Fragen
Die Ausstellung rückt jene Tätigkeiten ins Zentrum, die unseren Alltag bestimmen, sich aber häufig im Verborgenen abspielen und meist von Frauen verrichtet werden. Dabei stellen sich zentrale gesellschaftliche Fragen: Wenn Care-Arbeit essenziell für unser Zusammenleben ist – warum erfährt sie so wenig gesellschaftliche und ökonomische Anerkennung und Wertschätzung? Warum wird der Großteil der Sorgearbeit weiterhin von Frauen, oft unter prekären Verhältnissen, verrichtet?
Rollenbilder von den 1970ern bis heute
CARE MATTERS ist eine Ausstellung aus der SAMMLUNG VERBUND, kuratiert von deren Gründungsdirektorin Gabriele Schor. Besucher:innen der Ausstellung können den Weg der feministischen Entwicklung von den 1970er-Jahren bis zu zeitgenössischen Positionen nachvollziehen. „Die zeitgenössichen Künstlerinnen haben eine gewisse Leichtigkeit”, erzählt Gabriele Schor. Daraus könne man schließen, dass die Frauenbewegung einiges geschafft hat und die Frau nicht mehr nur auf die Rolle der Hausfrau und Mutter reduziert wird. CARE MATTERS ist noch bis 28. Juni 2026 zu sehen.
Die SAMMLUNG VERBUND
Untentdecktes entdecken. Die SAMMLUNG VERBUND wurde 2004 von Österreichs führendem Stromunternehmen VERBUND AG ins Leben gerufen. Sie umfasst aktuell rund 1.000 Werke von über 250 Künstlerinnen und Künstlern. Ziel der Sammlung ist es, bisher unentdeckte Werke ans Licht zu bringen und künstlerische Positionen zu entdecken, die bisher verborgen waren. Zeitgenössisch und international gedacht. „Das Herz der SAMMLUNG VERBUND ist die Feministische Avantgarde“, erklärt Gabriele Schor, Gründungsdirektorin und Kuratorin der Sammlung. Dieser Schwerpunkt umfasst rund 600 Kunstwerke und will die Pionierinnenleistung der Künstlerinnen der 1970er-Jahre hervorheben. Ein weiterer Schwerpunkt lautet „Wahrnehmung von Räumen und Orten“. Aber auch Werke zum Thema „Gender, Identity & Diversity“ rückt die SAMMLUNG VERBUND ins Rampenlicht.