1.300 Flüchtlinge zurückgewiesen

"Aktion scharf" an Grenzen

1.300 Flüchtlinge zurückgewiesen

Endstation Grenze: Österreichs Behörden stoppen immer mehr Flüchtlinge.

Seit Weihnachten hat Österreich bereits 1.300 Flüchtlinge abgewiesen, als sie von Slowenien kommend einreisen wollten. Wie die Polizeikommandos in Kärnten und der Steiermark bestätigen, werden die Menschen den slowenischen Behörden übergeben. Der Grund: falsche Angaben über das Herkunftsland. „Bei Befragungen mit Dolmetschern hat sich herausgestellt, dass sie teilweise aus anderen Ländern stammen, als sie in Slowenien angegeben haben“, erklärt ein Polizeisprecher gegenüber ÖSTERREICH.

Domino-Effekt
Nicht nur wir weisen an der slowenischen Grenze immer mehr Flüchtlinge ab. Deutschland spielt dasselbe Spiel mit uns. Jeden Tag sind es um die 100 Menschen, die zurück über die Grenze gebracht werden – inzwischen sind es etwa 3.000 Fälle. Eigentlich wollten die Flüchtlinge nach Schweden, doch die deutschen Behörden fürchten, sie könnten in Deutschland stranden. Denn auch Schweden und Dänemark haben seit Montag ihre Einreisebestimmungen massiv verschärft.

Abschiebungen
Von Jänner bis November 2015 wurden 3.040 Flüchtlinge nach negativen Asylbescheiden aus Österreich abgeschoben, so das Innenministerium. 4.384 Menschen verließen freiwillig das Land nach der Bescheid-Ablehnung. Die Zahl der Außer-Landes-Gebrachten stieg um 36 Prozent.

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