3,3 Millionen fahren ans Meer

ÖSTERREICH-Umfrage:

3,3 Millionen fahren ans Meer

Neue alte Normalität: Das Reisen ist wieder erlaubt, die Ferienflieger heben ab.

Wien. Aufatmen in Tausenden heimischen Familien: Der Strandurlaub 2020 ist gerettet! Drei Monate lang war Österreich fast abgeschottet, jetzt kommt die neue Reisefreiheit. Die Grenzen in Richtung der meisten unserer Lieblings-Urlaubsländer gehen am 16. Juni auf, das ist schon der kommende Dienstag.

Eine Umfrage von Research Affairs für ÖSTERREICH (1.000 Interviews, Schwankungsbreite max. 4,4 %) zeigt: 38 % der Bevölkerung, also mehr als 3,3 Millionen Österreicher, werden in diesem Sommer im Ausland urlauben. Am reisefreudigsten geben sich die Vorarlberger: 64 % zieht es noch in dieser Saison über die Grenze.

Knapp. Jetzt gilt es, schnell zu buchen: Wer etwa in der letzten Juliwoche (20. bis 26. Juli) zum Beispiel direkt nach Jesolo (Italien) will, hat laut booking.com nur mehr drei Unterkünfte zur Auswahl (für eine Familie mit einem 10-jährigen Kind).

Auch Kroatien, unser zweitliebstes Ziel, und Griechenland werden aufgesperrt. Reisewillige müssen aber rasch handeln. Eine Hotel-Suche für die Insel Kos ergab nur 15 Unterkünfte für diese eine Juli-Woche (Anforderungen: vier Sterne und Lage am Strand).

AUA startet Flugbetrieb, Langstrecke erst ab Juli

Angebote. Pünktlich zu den Grenzöffnungen heben auch die Airlines wieder ab. Nach der Mega-Rettung der AUA starten die ersten Maschinen schon kommenden Montag. Der abgespeckte Flugplan umfasst anfangs 36 Destinationen (Paris, Brüssel, Tel Aviv). Anfang Juli kommen auch Fern-Destinationen wie Bangkok, Chicago oder New York dazu. Billig-Airlines stürzen sich in eine Schlacht um das niedrigste Angebot.

Bald wird das Preisdumping allerdings verboten: Die Regierung kündigte einen Mindestpreis von 40 Euro pro Flug an.

31 Länder öffnen für uns

Die zehn wichtigsten Fragen zu den Grenzöffnungen:

1. Wohin darf ich heuer reisen und ab wann?

Ab dem 16. Juni (Dienstag) dürfen wir in insgesamt 31 Länder Europas reisen – darunter auch nach Italien. Das bedeutet, bei der Rückkehr brauchen wir keinen Corona-Test mehr.

2. Warum plötzlich doch nach Italien?

Die Corona-Zahlen Italiens haben sich stark dezimiert. Viele Ferienregionen wie etwa Jesolo blieben weitgehend verschont. Für die Lombardei gilt aber weiter eine Reisewarnung.

3. Was, wenn Corona-Zahlen steigen?

Die Lage wird laut Außenministerium konstant beobachtet. Sollte es einen plötzlichen Anstieg geben, wird die Gefahr evaluiert. Im schlimmsten Fall werden die Grenzen wieder dichtgemacht.

4. Wohin dürfen wir nicht reisen?

Noch nicht geöffnet Schweden, Spanien, Portugal und Großbritannien. Wobei: Ab 1. Juli ist Spanien für Österreicher wieder offen. Für die anderen Länder gibt es noch keinen Fahrplan zur Öffnung.

5. Wann geht es los mit dem Flugverkehr?

Kommenden Montag (15. Juni) startet der Flughafen Wien neu durch. Die AUA fliegt dann wieder 27 Destinationen an. Darunter: London, Paris, Tel Aviv. Ab 1. Juli fliegt die AUA wieder Langstrecke. Die erste geht nach New York.

6. Was ändert sich beim Boarden?

Die Airlines raten dringend dazu, mehr Zeit einzuplanen. Allein schon deswegen, weil beim Busboarding nur eine kleine Anzahl an Passagieren zugelassen ist. Es wird zudem empfohlen, nur online einzuchecken.

7. Was ändert sich beim Fliegen?

Das Tragen einer Maske ist bei allen Airlines ab sofort verpflichtend. Neu ist auch, dass keine offenen Bordmahlzeiten mehr angeboten werden, sondern lediglich verpackte Snacks.

8. Bleibt der Mittelsitz frei?

Sämtliche Airlines haben dieser von vielen geforderte Maßnahme aus wirtschaftlichen Gründen eine Absage erteilt.

9. Werden die Flugzeugkabinen desinfiziert?

Offiziell wurden sie das immer schon. Nun aber soll das Reinigungsprozedere deutlich gründlicher durchgeführt werden.

10. Steigen die Ticketpreise?

Damit ist zu rechnen. Künftig gilt ein Mindestpreis von 40 Euro. 

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